Mittwoch, 17. Dezember 2008

Ach ja...

Hier noch ein paar Neuerungen: bei den Links findet ihr jetzt einen, der euch direkt zu dem Blog unseres Radioprogramms, an dem ich arbeite bringt!
Also schaut mal vorbei, was ich da so mache=)

Was schon dritter Advent? Wohl doch keine weiße Weihnacht dieses Jahr...

Hey Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich warten bis ich in Kribi bin und richtig was zu erzählen habe. Die letzte Woche war nämlich ehrlich gesagt nicht wirklich spannend bis zum Wochenende. Da ja der Strom ausgefallen war den Samstag zuvor und wir das Radioprogramm dort nicht senden konnten, hatten wir uns schlauerweise gedacht es doch diesen Samstag zu machen, was bedeutete, dass unter der Woche nicht wirklich viel zu tun war für das Radioprogramm. Dafür wollten wir in den drei Grundschulen den Unterricht für den ersten Teil des Schuljahrs (also bis zu den Weihnachtsferien) vervollständigen, also alle Module, die wir für den ersten Teil des Schuljahres geplant hatten in den Schulen behandelt haben. Vorwiegend drehten sich die Module des ersten Terms um Themen wie "Mein Körper", "Wie pflege ich meinen Körper?" oder "Was ist eine ausgeglichene Nahrung?". Da wir in einer Schule recht weit vorangeschritten waren (da wir dort 2mal die Woche unterrichten, in den anderen jeweils nur einmal), aber in den anderen beiden noch nicht, mussten wir dort teilweise dann 3 oder 4 Module an einem Tag machen, was bedeutete, dass wir schonmal einen Tag 5 Stunden in der Schule waren, anstelle von den normalen 2-3. Ansonsten ist der Unterricht wirklich anstrengend, ich merke zunehmend, dass ich wirklich an meiner Geduld arbeiten muss und ich verstehe ab letzter Woche jeden Lehrer, den ich jemals genervt habe! Hier eine offizielle Entschuldigung: es tut mir wirklich leid! Ich weiß jetzt wie nervig nervende Schüler sein können!
Als das Wochenende dann da war und ich eine naja nicht so spannende Arbeitswoche mit einem guten Ausblick in die kommenden Tage für beendet erklären konnte stieg meine Stimmung sehr. Freitag konnte ich Janna (DED-Freiwillige) und Gene (ihre amerikanische Mitbewohnerin) aus Limbé, Katharina und Hannah (aus Bafoussam, DED-Freiwillige) empfangen, mit denen ich zusammen auf eine Hochzeit am Samtag Abend eingeladen war (dabei wusste ich nich wer heiratet, aber so ist das nun mal in Kamerun, hauptsache Essen und Trinken und Tanzen;)). Freitag Abend gings dann aber erstmal für uns ins Dreamland Restaurant, wo wir uns in die allwöchentliche VSO (britische Freiwilligenorganisation) Runde eingliederten, bevor wir in den Tropicana Nachtclub gingen, in dem der Junggesellen Abschied vom Bräutigam der am nächsten Tag stattfindenen Hochzeit gefeiert werden sollte. Im Dreamland war es eigentlich recht gemütlich, bisschen teuer für kamerunische Verhältnisse aber naja man gönnt sich ja sonst nix. Nach ein, zwei Stunden fing eine Diskussion darüber an, in der auch Gerald (ein kamerunischer Freund von mir) involviert war, wie die Frauen hier durch das traditionelle Gesetz diskriminiert und dem Mann untergeordnet werden. Vor allem Gene kam mit Gerald darüber in eine heftige Diskussion. Um ins Detail zu gehen: es ging um das traditionelle Gesetz, dass Frauen, wenn sie Hühnchen zubereiten niemals die Innereien essen dürfen, die dem Mann vorbehalten sind. Natürlich war die Diskussion spannend und interessant und so richtig wusste ich nicht, was meine Meinung dazu ist. Natürlich finde ich es nicht tragbar für die Frau und natürlich ist es eine Diskriminierung, aber an dem Abend habe ich gelernt, was es heißt tolerant zu sein und mal sein eigenes Denken und seine eigenen Wertevorstellungen zurückzustellen, um andere ihre Meinung dazulegen. Ich werde mit Gerald da auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, das weiß ich. Aber ich weiß jetzt auch, dass meine Meinung nicht die "Richtige" ist und seine nicht die "Falsche",weil es sowas in dieser Frage nicht geben kann. Wenn ich ein so fremdes Land bereise mit einer so fremden Kultur muss ich lernen zu lernen und daz gehört zuzuhören und Dinge anzunehmen, die einem erstmal komisch erscheinen. Wir als Freiwillige werden hier nichts verändern können und unsere westlichen Ansichten sind genauso fremd für Kameruner, wie die ihre für uns, warum dann unsere über deren stellen? Es werden noch viele Momente kommen, in denen ich mir das vor Augen führen muss und man muss es sich wirklich immer zwingen in den Kopf zu rufen. Eine Lektion, die ich gelernt habe.
Zurück zum Abend=) Der Nachtclub war jetzt nicht der Bringer, aber wir hatten alle unseren Spaß bis irgendwann um 3 Uhr Nachts.
Am nächsten Morgen war ich ein wenig zu müde für das Radioprogramm, aber was sein muss, muss ja wohl sein und schließlich hatte ich dafür schon zu viel gearbeitet um es einfach liegenzulassen. Im Radio angekommen musste ich mal wieder einen bitteren Rückschlag erleiden: die Radiostation hatte unser Programm nach hinten verschoben. Leider konnte ich das nicht mit meinem Tagesplan vereinbaren, auch weil ich einfach nichts wusste davon vorher und so ging auch diese Woche das Radio flöten. Für diese Woche werd ich aber nicht wieder das gleiche Radioprogramm spielen wollen sondern arbeite nun an nem Neuen für diesen Samstag. Thema: Human Rights.
Naja jedenfalls war das en ganz schönes Ding sag ich euch, aber so richtig traurig war ich auf der anderen Seite auch nicht um ehrlich zu sein- so konnte ich ein wenig entspannend, bevors zur Hochzeit ging. Die kirchliche Trauung verpasste ich und so ging ich gleich zum Festakt in der Stadt, in ner Riesenhalle. Soviel kostenloses Essen hab ich glaub ich noch nie gesehen. Es ist einfach unglaublich, was Kameruner für Hochzeiten (aber auch für Trauerfeiern oder Beerdigungen) ausgeben, manchmal ihr ganzes Hab und Gut. Man bekommt dann schonmal ein schlechtes Gewissen. Die Hochzeit bestand dann auch aus vielen Reden und Essen, um am Ende noch ein wenig tanzen zu können.
Am Morgen des vierten Advents fuhren Katharina, Hannah und ich nach Bafoussam, um am Abend ein wenig in Hannahs Geburtstag "reinzufeiern", was letztendlich keine Feier war, aber ein sehr sehr gemütliches Abendessen mit einem Film zum Abschluss. Der Sonntag war eh sehr entspannend, was echt mal wieder gut war und auch Montag morgen bis zum Mittag, an dem ich zurück nach Bamenda musste, waren einfach schön. Haben im Bett geschimmelt und "Türkisch für Anfänger" geguckt=)...
Die letzten Tage waren dann auch noch okay, aber ich merke, dass ich nach Kribi muss um eifnach mal abzuschalten. Es ist nicht unbedingt so, dass die Arbeit mich überanstrengend oder das Klima, es ist einfach anstrengend den ganzen Tag in einer fremden Sprache denken und neue Eindrücke verarbeiten zu müssen. Ich wache mittlerweile jeden Morgen sau müde auf, obwohl ich um 10 im Bett liege. Darum freu ich mich jetzt riesig auf Montag, wenns dann endlich losgeht, aber auch auf Samstag, wenn die nächste Hochzeit ansteht und auf Sonntag, wenn ich Caties Mutter treffe, die gerade hier zu Besuch ist!
Ich hoffe euch alles gehts gut, ich wünsch euch nen guten vierten Advent und fröhlichste Weihnachten wenn wir uns nicht mehr sprechen vorher=)
Alles Beste,
Niels aus Bamenda

Montag, 8. Dezember 2008

Nikolaus und zweiter Advent

Hey Ihr!

Wie geht’s, wie stehts? Mal wieder eine Woche vergangen, in der schon einiges passiert ist, die aber auch sehr sehr anstrengend war.
Das letzte Wochenende noch sehr schön im Gedächtnis begann die Woche sehr arbeitsintensiv, was sie bis zum Ende hin bleiben sollte. Einerseits hatte ich natürlich die Arbeit in den Schulen zu meistern, in dessen Unterricht es diese Woche um die Nieren und den Darm ging (ich lern da auch nicht aus, ich muss zugeben, dass ich sehr sehr wenig über unsere Nieren wusste bevor ich mich ein wenig auf den Unterricht vorbereitet hatte). Es ist im Unterricht wirklich nicht leicht, ich fange an verzweifelte Lehrer zu verstehen. Gerade mit der kleinen sprachlichen Barriere noch und meiner Unerfahrenheit ist jede Unterrichtsstunde schon eine Herausforderung, ich muss mir vor allem selbst sagen, dass ich nicht jedem Kind alles beibringen kann, was wohl mein Anspruch ist ein wenig. Aber allein der Unterricht machte die Woche nicht so arbeitsintensiv und anstrengend. Da eigentlich alle Freiwilligen, mit denen ich das Radioprogramm mache im Moment in der Uni oder Schule irgendwo in Kamerun sind musste ich das Programm fast komplett alleine machen, was ich übrigens diese Woche auch machen werde. Das bedeutete, dass ich die Interviews machen, diese schneiden und das Script für die Show am Samstag schreiben musste. Dazu kamen noch Recherchen für unseren Nachrichten-Slot. Da das Thema diese Woche „Volunteering and the International Volunteer's Day“ (frei übersetzt irgendwas wie Freiwilligendasein und eben der Internationale Freiwilligentag, der am Freitag war) war musste ich viele Interviews erst Freitag machen auf einer Feier zum Internationalen Freiwilligentag und hatte dann eben nur den Freitag um das alles zu schneiden und alles fertig zu machen. Das Problem war, dass an dem Computer, auf dem alle Schneideprogramme installiert sind und den ich logischerweise benutzen müsste, irgendwelche Leute versucht haben das Internetnetzwerk zu installieren, was bis 7 Uhr abends gedauert hat. So konnte ich erst um 7 anfangen das ganze Schneideproblem anzugehen, was mich bis 10 Uhr im Büro gehalten halt (!). Total übermüdet bin ich dann eigentlich nur noch ins Bett und hatte nur Radio im Kopf. Samstag morgen bin ich dann leicht nervös aufgewacht, weil ich wusste, dass ich das Radioprogramm heute moderieren muss, hatte zwar Claudine noch mit im Studio aber ich hatte das ganz eProgramm gemacht, weil sie in die Schule gehen musste, und hatte sozusagen schon mehr zu sagen. Beim Radio angekommen holte mich dann die kamerunische Realität mit einem Faustschlag ins Gesicht wieder ein – Kein Strom, kein Radioprogramm. Die ganze Arbeit bis 10 Uhr abends den Abend zuvor fast umsonst. Das war nicht wirklich der beste Start in einen Tag, ich wollte wirklich dieses Programm machen, da ich es ja einfach organisiert hatte. Naja, irgendwie werden wir das Programm nochmal machen die nächsten Monate, dann war das Ganze wenigstens nicht umsonst.
Samstag nachmittag traf ich mich dann mit Sabine, der DED-Entwicklungshelferin hier, und wir gingen auf den Markt und aßen Lunch zusammen. Von dort bin ich nach Hause und eine Runde Joggen durch Wald und Hügel, was hier echt Spaß macht, auch wenn ich merke, dass meine Fitness um mindestens 50 % geschrumpft ist, seit ich hier bin. Vielleicht erholt sich das wieder, aber im Moment bin ich irgendwie erstens nich so motiviert joggen zu gehen, weil auch das Wetter sehr anstrengend ist und zweitens hab ich oft nicht die Zeit wirklich intensiv joggen zu gehen. Nach dem Joggen hab ich mit Gerald den Abend geplant, den wir eigentlich mit einem gemeinsamen Dinner verbringen wollten, was wir aber durch einen Besuch auf der Uniparty von Njis Uni ersetzten. Nachdem wir hier im Viertel sehr leckere weiße Bohnen mit Kochbananen gegessen hatten sind wir um acht zur Uni los, die fast 20 km von uns aus liegt. Bei der Uni angekommen mussten wir noch ganze zwei Stunden warten bis ein Generator besorgt war und die Party auch im Licht von Lampen und mit Musik losgehen konnte. Irgendwie handhaben die Studenten hier Partys anders als wir. Statt einfach Musik aufzulegen und die Sache ihren Lauf nehmen lassen wird hier vieles sehr genau geplant und offiziell gemacht. Das heißt, dass es bevor alle tanzen einen Eröffnungstanz geben muss, der aber erst stattfinden kann, wenn ein paar wichtige Leute ihre Reden geschwungen haben und gewisse Leute eine Ziege angeschnitten haben. Das heißt dann auch, dass es sehr gut 3 Stunden dauern kann, bis die Party eigentlich anfängt, was auch diesen Samstag der Fall war. Um halb eins gings dann endlich los und es war auch richtig gut, nachdem ich mich wirklich beherrschen musste nicht einzuschlafen vorher. Nach vielen guten Tänzen konnten Gerald und ich die Nacht bei Nji verbringen, was den Abend erst möglich machte, weil nachts von dort zurückkommen ist unmöglich.
Sonntag morgen viel zu verschlafen sind wir dann mit dem Taxi zurück und sofort wieder ins Bett, also zumindestens Gerald, den ich den ganzen Tag dann nicht mehr gesehen habe =). Zuhause angekommen erklärte mir Charmain, dass sie an dem Tag runter ins Baptistenzentrum ziehen wird, weil VSO Charmain und Alex das für die letzten zehn Tage hier bezahlt und es einfach luxuriöser ist. Alex wird heute umziehen, sodass ich erstmal wieder alleine bin, was mich ein wenig schlaucht, hatte damit nicht gerechnet, kann aber Alex und Charmain gut verstehen und werde auch einige Nächte unten verbringen bevor die beiden nach Kribi fahren, wo wir uns an Weihnachten treffen werden.
Hab dann Charmain geholfen umzuziehen und hatten dann noch Lunch in einem guten Restaurant bevor Alex und ich uns einen schönen und lustigen letzten Männerabend machen konnten.
Ach ja übrigens habe ich diese Woche endlich zwei Pakete aus Deutschland bekommen, die ich schon fast als vermisst melden wollte, die aber schon seit zwei Wochen in der Post lagen, aber die mich nicht informiert hatten. In dem einen Paket war ein Adventskalender, was mich total gefreut hat und der mir jetzt jeden Morgen ein wenig weihnachtliche Gefühle fühlen lässt. =)
Eigentlich war das alles was ich zu erzählen hatte. Mir geht es eigentlich ganz gut, ich merke dass ich mich einleben kann hier, aber das komische Gefühl wenn ich hier aufwache morgens und die ersten paar Stunden geht so schnell nicht weg. Es ist alles einfach zu anders hier und es dauert eine Ewigkeit sich hier heimisch zu fühlen. Manchmal hätte ich gern einen Tag in Deutschland um dann wieder mit einem guten Gefühl nach Kamerun zurückzukommen, aber man kann ja nich alles haben.
Ich wünsch euch allen nachträglich noch einen schönen Nikolaus und zweiten Advent, ihr sitzt bestimmt in meterhohem Schnee, während ich hier aufpassen muss mich jeden Tag auch gut einzuschmieren (okay die letzten Tage waren sehr regnerisch, aber wenn die Sonne mal scheint dann richtig).
Das Allerbeste für die restlichen Tage bis Weihnachten wünscht euch Niels aus Bamenda!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Von kaputten Bussen, traditionellen Festen, betrunkenen Taxifahrern und viele guten Freundschaften

Hey Ihr Alle!

Das is seit langem wieder der erste Blog, den ich sozusagen live ins Internet schreibe und nicht vorschreiben muss, um ihn dann mit dem USB Stick im Internet Cafe reinzustellen. Wir haben naemlich endlich, endlich Internet im Office, zumindestens an einem Computer!
Jetzt sitz ich hier um sechs Uhr abends und nutze das auch erstmal aus euch von meinem Wochenende zu schreiben, das sehr sehr erreignisreich war...

Nachdem die Woche wirklich gut geendet hatte und ich am Donnerstag das erste Mal das Website Training bei Steve (einem VSO- Volunteer) besuchen konnte und danach das ganze Youth Outreach Team Patience Geburtstag in einem Restaurant gefeiert hat, was wirklich sehr schoen war, fuhr ich Freitag Mittag nach Bafoussam, wo ich eigentlich, nach meiner Planung, um ca. 2 uhr ankommen sollte.
Aber weil Planen in Kamerun nicht so in Mode ist, sollte es natuerlich nicht nach meinem Zeitplan laufen. Anfangs war ich noch guter Dinge, nur eine Stunde Wartezeit bis der Bus losfuhr, das is wirklich sehr gut! Doch nach 10 km sollte sich meine Hochstimmung in Hinblick auf meine Zeitplanung und meine Vorfreude auf Baham und Nico schlagartig in Verzweiflung umschlagen.
Das Gleiche, was uns mit dem DED Bus auf dem Weg vonYaounde nach Bamenda passierte, musste natuerlich jetzt meinem schoenen Buschtaxi passieren. Nach nur 10 km!!
Gut, alle raus aus dem Bus. Was nun, dachte ich mir und sah mich um. Ich war irgendwo, aber garantiert nicht da, wo ich hingehoerte. Aber weil kamerunische "Planung" nicht nur Nachteile hat, sondern auch mit sich bringt, das man einfach in irgendeinen Bus steigen kann, wenn noch Plaetze frei sind, konnte ich den naechstbesten Bus nehmen, zwar auf Bezahlung von weiteren umgerechnet 1,50 euro aber okay, was goennt man sich nicht alles...
Nach ca. 5 1/2 Stunden Fahrt(!), die eignetlich nur 2 Stunden lang sein sollte, kam ich dann auch endlich in Baham an, wo ich Nico und Jannik in einer Bar traf, zusammen mit ein paar kamerunischen Freunden von Nico. Den Abend entspannten wir eigentlich groesstenteils, da wir ja morgens ganz frueh nach Foumban aufbrechen wollten, wo ein grosses traditionelles Fest stattfinden sollte. Foumban, nur das nebenbei, ist die groesste traditionelle Stadt Kameruns, was auch immer das bedeutet, hab ich heut zufaellig in einem Heft im Klassenraum der einen Grundschule gelesen=) es wird wohl das Koenigreich Foumban sein, was mit das Groesste im Land ist und auch das traditionelle Handwerk soll riesig verbreitet sein in dem kleinen Staedtchen.
Um das alles mit eigenen Augen zu sehen, machten wir uns Samstag morgen auf den Weg. Eigentlich hatten wir damit gerechnet auch mit Katharina, Hannah, Moni (aus Bafoussam) und Lea (aus Buea) hinzufahren, aber die Maedels kniffen aus gesundheitlichen Gruenden, sodass wir drei Jungs auf uns alleine gestellt waren. Wir haderten lange, weil wir nicht wussten, wie wir nach Foumban kommen sollten. Eigentlich weniger mit grosser Hoffnung fragten wir unseren Taxifahrer der uns eigentlich nur von Baham nach Bafoussam bringen sollte, ob der nich auch gleich weiterfahren koennte nach Foumban (was eine Stunde entfernt liegt). Er machte es fuer einen verhandelten Preis von 20 000 Francs (30 Euro) was viel zu viel war, aber das Fest in Foumban sollte es wert sein...
Dort sicher angekommen konnten wir noch die Eroeffnungszeremonie im Palast mitbekommen, bevor alle Leute ins benachbarte Stadion zogen und wir uns einfach anschlossen. Im Stadion selbst schien dann jeder einen festen Sitzplatz zu haben, ausser die drei deutschen Vertreter in Gestalt von Nico, Jannik und mir. Hilflos hielten wir uns an einen Guard, dem wir erklaerten dass wir ja eigentlich gar keine Eintrittskarten hatten und dementsprechend auch nicht wussten wo wir eigentlich sitzen koennen. Mal wieder erfreute mich dieses Land, das so Dinge einfach anders angeht. Anstatt uns einfach vor die Tuer zu setzen bekamen wir wirklich gute Stehplaetze auf dem Podest, von dem wir aus die ueberaus interessante traditionelle koenigliche Zeremonie verfolgen konnten.
Nach vielen Reden ( ein Hauptbestandteil des Festes waren nicht die von uns erwarteten traditionellen Taenze sondern die Chance der Bevoelkerung dem Koenig ihre Sorgen und Wuensche vorzutragen, auch interessant), der Opferung einer Ziege und vielem Gesang konnten wir einfach nicht mehr fuer das abschliessende Schiessen stehenbleiben, es ging nach 4 stunden einfach nicht mehr.
Vom Stadion quaelten wir uns durch riesen Menschenmassen zu einem Ort zum Essen, den wir nach verzweifelter Suche auc hirgendwann fanden. Das Essen selbst war nicht so schlecht, wenn man die hygienischen Bedingungen mal ausser Acht laesst, aber dass der Preis desselben auf Verhandlungsbasis ausgelegt war wussten wir nicht und umso erstaunter waren wir als der Kellner uns fuer drei Portionen Cous-Cous und ein wenig Fleisch 9000 Francs (14 Euro) berechnen wollte. Nach starker Verhandlung landeten wir schliesslich bei 3000 Francs, was glaub ich immer noch zuviel war aber okay. Das war schon sehr sehr interessant. 9000 Francs fuer Cous Cous, tse sowas gibts...
Ansonsten konnten wir den Rest des Nachmittags noch ein paar traditionelle Handwerkslaeden besuchen, bevor wir unseren Taxifahrer trafen. Mir schien schon der Blick den er hatte, als er uns begruesste nich ganz geheuer zu sein und der erste Verdacht, dass er womoeglich betrunken ist, sollte sich dann auch spaeter auf der Fahrt bestaetigen. Ihr glaubt nicht, was ich fuer eine Angst hatte in diesem Taxi. Die Fahrt zurueck teilte ich glaub ich rein instinktiv in Ueberlebensetappen ein. Die Erste war lebend aus dem Stadtverkehr in Foumban rauszukommen, was wir irgendwie schafften, aber ich sage euch, nur sehr sehr knapp. Auf der zweiten weitaus groesseren Etappe, der Landstrasse zwischen Foumban und Bafoussam, kam die Angst dann wirklich an die Oberflaeche. Nach vielen geschnittenen Kurven und der Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h konnten wir ihn letztendlich gluecklicherweise dazu ueberreden doch bitte nicht schneller als 80 zu fahren, was er auch mit Muehe und mehrmaliger Aufforderung dann auch tat. Die letzte Etappe war dann noch der Stadtverkehr in Bafoussam, den wir durch tausend Schlagloecher hinweg auch ueberlebten. Ich war noch nie so froh aus einem Taxi zu steigen!!
Lebend also angekommen fuhren wir zu Monika, wo wir ihren Geburtstag nachfeierten und echt gutes Essen geniessen konnten. Der Abend war dann auch ganz gut und so gingen wir zufrieden zu Bett, und vor allem wir Jungs waren froh diese Nacht noch lebend mitzubekommen und teilten uns dementsprechend sehr gerne eine zu kleine Matratze und Decke.
Sonntag fuhr ich dann mit den VSO Freiwilligen die auch in Bafoussam waren, also auch Alex und Charmain, meine Mitbewohner, zurueck waehrend die anderen noch den Tag an einem Wasserfall ausserhalb von Bafoussam geniessen konnten, aber dazu hatte ich leider nicht die Zeit, welche bestimmt noch kommen wird dieses Jahr.
Die Woche ist bis jetzt ganz angenehm, hab relativ viel zu tun, vor allem fuer das Radio, das ich diese Woche alleine auf die Beine stellen muss. Deswegen war ich heut, neben dem Unterricht in den Schulen auch viel unterwegs um Interviews zu machen. Das Thema diese Woche: International Volunteering Day, der am Freitag ist.
Ansonsten werd ich am Donnerstag wieder das Website Training besuchen und wenn wir dann die naechsten Wochen auch Internet in die einzelnen Raeume kriegen kann ich endlich anfangen wirklich in das Homepagedesign einzusteigen, da freu ich mich riesig drauf. Jetzt werd ich den Abend noch ruhig ausklingen lassen.
Ich hoffe ihr hattet alle einen schoenen ersten Advent, der ein wenig weihnachtlicher war als meiner hier bei 30 Grad im Schatten. Weihnachten verbringe ich ja wie ihr wisst am Strand in Kribi, was jetzt nur noch 3 Wochen weg ist. Das wird richtig schoen glaube ich. Es ist toll zu wissen, dass da noch 8 andere DED Freiwillige in Kamerun sind und wir uns alle so gut verstehen. Ich glaube Kribi und danach Silvester in Limbe wird eine richtig gute Sache fuer uns alle!
Ich wuensche euch das Beste und lass euch die liebsten Gruesse hier!
Bald mehr vom Niels aus Bamenda

Donnerstag, 27. November 2008

Limbe endlich Bilder


DER Strand mit schwarzem Sand

Palmen auf dem Weg zum Strand


Blick auf den Fuss des Mount Cameroon in Buea


Kamerunisches Dorf auf dem Weg nach Buea/ Limbe

Bamenda, was solange schon?

Hey Ihr!

Gerade sitze ich in meinem kleinen Häusschen, habe die Tür offen stehen und bin zu Spät zur Arbeit, aber ich wollte jetzt endlich mal schreiben, auch wenn wir immer noch kein Internet im Office haben. Ich hoffe, dass euch dieser Blogeintrag vor dem Wochenende erreicht.
Ja, also wo fange ich an zu erzählen. Am besten beim Wochenende, das wohl mit das Beste hier in Kamerun war. Nico aus Bafoussam kam Freitag Abend hier mit dem unglaublich sicheren kamerunischen öffentlichen Verkehr an, um bis Sonntag mal ein bisschen Bamendaluft zu schnuppern.
Freitag abend sind wir dann mit Gerald und Devine (zwei kamerunischen Freunden) in eine Bar hier im Viertel gegangen und hatten wirklich interessante Gespräche. Auf dem Weg nach Hause, eigentlich waren wir schon viel zu müde und geschafft, kamen wir irgendwie an einer Beerdigungsfeier vorbei. Hier in Kamerun ist es Brauch das Leben eines Verstorbenen mit einem Riesenfest zu feiern, bevor am nächsten Tag die Beerdigung stattfindet. Jedenfalls kannte Gerald den Verstorbenen und so haben wir uns einfach in die Menge gemischt und mitgetanzt und getrunken. Nach einiger Zeit im Kreis tanzen musste ich feststellen, dass ich in der Mitte des Kreises gelandet war, wo eigentlich immer Einer tanzt, der auch ein Bild des Verstorbenen in den Händen hält. Naja, so wars dann auch bei mir. Irgendjemand kam zu mir und drückte mir das Bild in die Hand, sodass ich mitten in einem Kreis von Kamerunern mit dem Bild des Verstorbenen tanzen musste. Auf der einen Seite eine Riesenerfahrung, auf der anderen Seite ein sehr komisches Gefühl, da ich den Verstorbenen ja noch nicht mal kenne.
Samstag morgen bin ich dann joggen gegangen und abenteuerlustig, wie man halt so ist in einem fremden Land, einfach mal drauf los. Bin dann irgendwann auf irgendeinem Pfad durch irgendwelche Palmen und Wiesen gelandet und hatte kaum mehr einen Plan davon, wo ich mich überhaupt befand. Die Richtung zu meinem Zuhause konnte ich noch so ungefähr abschätzen und so versuchte ich mich an einem Punkt auf der Spitze des kleinen Hügels zu orientieren, den ich zu erreichen erhoffte. Ich weiß auch nicht genau, wie ich es dann geschafft hab, aber ich kam genau an der Straße wieder raus, an der ich auch rauskommen wollte. Joggen war selten so interessant sag ich euch, auch die Wiesen, Palmen und kleinen Bäche, die ich auf dem Weg zu sehen bekam, waren schon beeindruckend.
Samstag mittag musste ich dann wieder ins Radio. Das Thema diese Woche: Campus Sanitation, was soviel bedeutet wie: Sauberkeit auf dem Schulhof!? Es gibt zwar interessantere Themen, aber ich konnte ein wenig über die Sauberkeit der Ostschule reden und vor allem, dass ich keinem empfehlen würde auf die Toiletten dort zu gehen. Ob das den kamerunischen Zuhörern hilft bezweifle ich sehr, aber lustig wars trotzdem. Nach dem Radio sind Nico und ich noch schnell in die Stadt, haben Zutaten für unseren geplanten Fruchtsalat gekauft und sind zum Schneider, wo ich meine ersten zwei afrikanischen Shirts abholen konnte. Sind dann zu mir, haben den Fruchtsalat zubereitet (der wirklich lecker war) und sind fast pünktlich kamerunischer Zeitrechnung auf Caties Thanksgivingsparty erschienen, die der Hammer war. Eigentlich hatte ich mir Samstag morgen (nachdem ich Freitag abend zweimal warm gegessen hatte) gesagt, dass ich weniger essen werde die nächsten Tage, aber den Vorsatz musste ich nach 10 Minuten Thanksgivingparty leider wieder aufgeben, das Essen war einfach zu gut. Nach der Party sind wir dann zu den vier deutschen Mädels, die auf dem gleichen Gelände wohnen wie Catie (meine amerikanische Cousine) und haben noch bis ca. 2 Uhr geschwätzt, was ziemlich gut getan hat.
Der Sonntag begann mit einem Riesenfrühstück bei den Mädels, bevor Nico Bamenda wieder verlassen musste. Nachdem ich Nico zum Bus gebracht hatte, fuhr ich zum Ayaba Hotel um endlich mal Tennis spielen zu gehen mit Gerald. Im Enddefekt spielte nur ich mit irgendeinem Kameruner aus dem Tennisclub dort und Gerald kam dann nicht mehr dran, was ziemlich schade war, aber das Tennisspielen an sich hat wieder mal so richtig Spaß gemacht. Sind jetzt auch schon fast 2 Jahre seitdem ich das letzte Mal gespielt hab. Im Ayaba Hotel, das auch einen Pool direkt neben den Tennisplätzen hat, hab ich dann noch die vier Mädels getroffen und drei Peacecorp Freiwillige( amerikanische Freiwilligenorganisation), von denen einer, Matthew, in einem winzigen Village 3 Stunden von Bamenda wohnt, wo es nie Strom und fließendes Wasser gibt. Er ist da für 2 Jahre und arbeitet in einem Agrarprojekt. Das ist schon beeindruckend.
Naja ansonsten begann die Woche gut. Hab mich jetzt ein wenig reingehängt damit ich mehr zu tun bekomme und werde ab Januar in den drei Grundschulen, wo wir jetzt schon unterrichten, noch Englischnachhilfe anbieten. Und heute geht’s das erste Mal zu einem Website Training, was ich mitmachen werde, um dann hoffentlich die Website unserer Organisation gestalten zu können. Das wär dann mal eine richtig coole Aufgabe!
Morgen mittag geht’s dann nach Bafoussam für mich und Samstag fahren wir alle nach Foumban auf ein riesiges traditionelles Fest. Also mal sehen was ich nächste Woche zu berichten hab.
Ich hoffe euch geht’s allen gut. Einen schönen ersten Advent und dann bis die Tage!
Euer Niels

Donnerstag, 20. November 2008

Nun endlich: Bamenda, die Siebte

Hey Ihr!

Heut mal wieder ein bisschen kürzerer Bericht, weil die Woche nicht wirklich viel zu bieten hatte, ausser vielleicht ein sehr schönes Wochenende.

Die Woche begann ja sehr spät sozusagen, nachdem wir erst Montag Abend aus Buea wiederkamen. Verglichen mit dem Superwochenende konnte die Woche ja eigentlich nur schlechter werden, da bin ich leider zu sehr Pessimist. Ich muss sagen, dass die Woche was die Arbeit und meine davon beeinflusste Allgemeinsituation angeht schon sehr schwierig und nich wirklich gut war. Dienstag morgen wollten Yvonne und ich wieder in eine Schule um die zwei Stunden Unterricht zu geben, wie jeden Tag. Leider mussten wir, als wir dann mal an der Schule angekommen waren, feststellen, dass diese gerade diese Woche eine Art Schulfest hatte, was sie uns vorher auch nicht sagen konnten aus unbekannten Gründen. Jedenfalls waren diese zwei Stunden dann schonmal gestrichen für den Tag. Danach gabs nix mehr zu tun, was eindeutig nicht meinen Ansprüchen hier gerecht war und dementsprechend schlecht gelaunt war ich dann bis Nachmittags auch. Der Wendepunkt an diesem Tag war eindeutig ein sehr schönes Gespräch mit Hannah, dessen Geburtstag der Dienstag war und wir konnten, dank der vier deutschen Mädels hier in Bamenda die Internet in ihrer Wohnung haben, über Skype über ne Stunde reden, was mal wieder absolut schön war. Der Abend war dann auch okay. Leider wurde die Woche was die Arbeit angeht nicht besser, obwohl wir dann noch jeden Tag den Unterricht in den Schulen gegeben haben. Ich hab nur für mich diese Woche festgestellt, dass zwei Stunden Unterricht am Tag und dann noch ein wenig Arbeit für das Radio nicht wirklich meinen Vorstellungen von richtiger Arbeit entsprechen und dass sich das sehr schnell ändern muss, damit ich mal sehen kann, dass ich hier auch wirklich was tue, was ich ja will.

Mittwoch nach der Arbeit sind Alex, Charmain und ich dann mit ein paar Kollegen auf den Markt Stoffe kaufen gegangen, die wir dann Donnerstag gleich zum Schneider gebracht haben, um uns typisch afrikanische Hemden und Laptoptaschen aus dem echt sehr schönen Stoff machen zu lassen. Die Ergebnisse werdet ihr so schnell wie möglich auf diesem Blog zu sehen bekommen=)... das wird sehr interessant, bin auch schon gespannt...

So Freitag war dann nach der Schule gleich der Besuch aus Bafoussam da, der sich angekuendigt hatte. Hannah und Moni waren schon Freitag morgen losgefahren, was sehr cool war, da wir dann echt noch fast den ganzen Tag hatten. Sind dann nochmal runter auf den Markt und abends ins Dreamland, dem teuersten aber besten Restaurant hier in der Stadt, in dem wir an dem Abend auch viele VSO (ne britische Freiwilligenorganisation) Volunteere getroffen haben, die hier echt zahlreich vorhanden sind. War ein cooler Abend mit einem eher fruehen Ende, weil wir doch alle ziemlich platt waren. Wird jetzt auch langsam sehr heiß hier und trocken, was vor allem in der Übergangszeit jetzt ziemlich strapazieren kann. Naja Samstag sind dann noch Nico und Katharina aus Bafoussam zu uns gestoßen und wir hatten nen guten Tag auf dem Markt und abends bei mir zuhause mit ziemlich vielen Leuten. Alex und Charmain waren ja eh da und dann haben sich noch Gerald und ein Freund zu uns gesellt, sodass das Haus schwer gefüllt war, was aber sehr belebend und schön war!

Gestern sind wir dann frueh morgens aufgestanden, nachdem ich und Lea zumindestens auf dem Boden geschlafen hatten, weil sonst nich der Platz da war, aber was macht man nich alles um ein schönes Wochenende mit Freunden zu haben (hoffentlich lesen die das auch;))Hatten ein richtig geiles Frühstück mit Spaghetti-Omelette (is irgendwie ne kamerunische Sache, aber sehr lecker) und allem möglichen anderen Zeugs bevor wir nach Bafut (einem Ort ca. 20 km von Bamenda entfernt) gefahren sind um uns den botanischen Garten und den Königspalast dort anzugucken was beides echt sehr sehr sehenswert und mit dem sonnigen und heißen Wetter doch sehr entspannend war.

So also mehr gibt’s nich so richtig zu erzählen, ich werd die letzte Woche nich so wirklich gut in Erinnerung haben, dafür das Wochenende umso mehr. Hinsichtlich der Arbeit muss ich wirklich was ändern, meine Ambitionen auf jeden Fall aber auch die Arbeit in der Realität, weil ein bisschen mehr muss ich schon tun, um mir nich die Sinnfrage jeden Tag stellen zu müssen.

Ich hoffe wirklich dass es euch allen sehr gut geht, wo auch immer ihr euch aufhaltet at the moment!

Liebste Grüße! Niels

P.S. mittlerweile weiss ich auch, dass wir ab naechster Woche Internet ins Buero gelegt bekommen. Das ist mal ein Fortschritt sag ich euch.


Montag, 17. November 2008

Jaja diese Internetverbindungen

Hey Ihr!

Eigentlich sollte hier jetzt ein viel laengerer Text sein, den ich auf USB-Stick vorgeschrieben habe und hier jetzt reinkopieren wollte. Leider is auf meinem Stick jetzt ein Virus und das klappt nich also es kann noch etwas dauern bis ihr den naechsten Bericht lesen koennt. Es tut mir sehr leid!

Also bis hoffentlich bald ihr Lieben und haltet die Ohren steif!

Alles Liebe, Niels

Dienstag, 11. November 2008

Strand und schwarzer Sand

Hey Ihr,

etwas verspätet aber mit sehr vielen Dingen zu erzählen mal wieder ein kleiner Blogeintrag meinerseits. Gerade sitz ich mit Kulli und Block in einem überladenen Reisebus kamerunischen Standards und schreibe euch während ich an Bananen- und Papajaplantagen vorbeifahre und mich halb totschwitze.
Aber erstmal zum Anfang der Woche, die mit dem Beginn unseres Unterrichtsprogramms in den Grundschulen anfing. Den Morgen über war ich nicht so gut drauf und vielleicht ein wenig aufgeregt das erste Mal überhaupt eine Klasse zu unterrichten und dann auch noch eine kamerunische. Die erste Unterrichtslektion sollte „My Head“ sein und eine allgemeine Einleitung zum Thema „Me and My Body“, um die Kinder über ihren Körper und darüber aufzuklären, wie man für seinen Körper sorgt. Am ersten Tag hatten wir dann nur eine Stunde, weil Klasse 5 und 6, die wir eigentlich unterrichten, in dieser Schule zusammengelegt sind. Es war alles noch sehr neu und ich bin ja wirklich nicht erfahren in solchen Dingen, daher war die Stunde jetzt nich der Hammer, aber doch besser als ich gedacht hätte und wir, also Yvonne und ich, gingen mit einem besseren Gefühl raus, als ich es zumindestens vorher gedacht hatte. Es war auch für das erste Mal ganz gut glaube ich. Mittags hab ich mich dann mit Cathrine getroffen, einer Mainzerin, die in Bamenda ein dreimonatiges Praktikum absolviert hat und letzten Freitag nach Deutschland zurückgeflogen ist. Sind ein bisschen über den Markt geschlendert und haben uns dann noch in eine Bar gesetzt, in der uns eine ganze Stunde lang ein betrunkener Kameruner irgendwas erzählen wollte – naja einfach ignorieren sag ich da mal. Am Abend haben Alex, Charmain und ich noch zusammen gekocht bevor wir alle relativ früh ins Bett gefallen sind. Ich glaub die Beiden haben echt viel Arbeit, zumindestens Alex. Hoffe dass das bei mir auch irgendwann so wird in nächster Zeit.
Dienstag morgen gings dann in eine andere Schule und somit in neue Klassen. Das Thema war dasselbe, den Kindern die verschiedenen Bestandteile ihres Kopfes näherzubringen. Die Stunde war dann auch besser als die am Montag, so dass wir zufrieden die Schule verlassen konnten nach zwei guten aber anstrengenden Schulstunden. Ansonsten war der Tag nicht sehr spannend. Hab mich noch kurz mit den vier Mädels getroffen und wir sind zusammen in die Stadt gegangen. Abends hab ich dann noch ein wenig zuhause rumgehangen und was gelesen, bevors zu Bett ging.
Mittwoch und Donnerstag, ja das waren schon so Tage. Mittwoch war gut, Donnerstag der absolute Tiefpunkt. Der Unterricht am Mittwoch war mit Abstand der Beste der Woche und es machte wirklich Spass, weil wir endlich richtig eingespielt waren. Nach der Schule bin ich noch kurz in die Stadt um Cathrine eigentlich das letzte Mal zu treffen, bevor sie zurückfliegt, aber es sollte nich das letzte Mal gewesen sein, aber dazu später=).. Jedenfalls bin ich nach der Stadt noch mit Alex und Charmain essen gegangen, was auch wirklich ziemlich schön und gut war, bevor wir abends mithilfe von Charmains tragbarem DVD Player Kill Bill geguckt haben, was zumindestens mein Sicherheitsgefühl in der Wohnung nicht gesteigert hat, aber okay.
Donnerstagmorgen begann schon schlecht mit Heimweh und wurde leider durch den Unterricht auch nicht besser. Obwohl es wieder die gleichen Klassen waren wie den Tag zuvor, an dem es wirklich gut lief, schockierte mich an dem Tag die krasse Lese- und Schreibschwäche der Kinder, vor allem in Klasse 5. Entweder hatte ich das den Tag vorher einfach ausgeblendet oder übersehen, jedenfalls konnten von 27 Kindern bestimmt 23 ihren Namen nicht schreiben. Im Moment beschäftigt mich das total, weil man sich dann schon denkt, wieviel mein Unterricht eigentlich bringt, wenn die Kinder noch nicht einmal die Grundlagen drauf haben. Der Tag war einfach sau demotivierend und demoralisierend, weil man sich ja schon wünscht das alles verändern zu können, aber man einfach hilflos ist. Mit dem Gefühl kam dann auch wieder das Heimweh und eigentlich war der Tag dann gelaufen. Irgendwann Nachmittags hat es dann auch noch angefangen zu regnen, was zu der Jahreszeit jetzt eigentlich nicht mehr vorkommen sollte, aber an dem Tag dann doch noch bis Freitagmorgen (!) anhalten sollte. Bin dann abends im Regen zu Lea gefahren, um bei ihr zu übernachten, weil wir Freitagmoren relativ früh nach Buea aufbrechen wollten. Ich glaube so Tage wie diesen muss ich wirklich lernen abzuhaken und weiter zu machen, obwohl das leichter gesagt als getan ist.
Nach einem guten Frühstück bei Lea sind wir dann nach 1 ½ Stunden Wartezeit mit dem Bus nach Buea aufgebrochen, um in Buea Jannik und Lea und dann Janna in Limbé zu besuchen, die wir seit 6 Wochen schon nicht mehr gesehen hatten. Und natürlich um wieder das Meer zu sehen und einfach mal ein wenig am Strand zu entspannen. Tja nochmal zurück zu Cathrine und dem eigentlich letzten Treffen Mittwoch Nachmittag. Genau neben uns im Bus saß bis Douala Cathrine, die auf dem Weg zum Flughafen war, um nach Deutschland zurückzufliegen, ein ziemlicher Zufall aber auch noch mal sehr schön.
Die Fahrt war dann wirklich der Hammer. Der Bus war für kamerunische Verhältnisse richtig gut mit viel Platz, ich hatte dazu noch einen Fensterplatz und konnte die faszinierende Landschaft und vor allem die Veränderung der Landschaft von Gebirge zu Flachland und Küste die ganze Fahrt über genießen. Nachdem wir das Gebirge über Serpentinen verlassen und die letzten Wasserfälle hinter uns gelassen hatten, passierten wir im Flachland Riesenplantagen, von Bananen über Papajas und Kautschukbäumen bishin zu Kokosnüssen war alles dabei, bevor wir in Douala Cathrine dann wirklich verabschieden mussten. Kurz vor Buea mussten wir dann aussteigen, weil der Bus weiter nach Limbe fahren sollte und wir einen anderen nehmen sollten, den es aber leider gerade nicht gab. Getreu dem Namen unserer Reiseagentur (Garantie – Express) kamen wir dann doch nach insgesamt 8 Stunden Fahrt (für 350 Kilometer) mit dem Taxi in Buea an, wo wir von Jannik und Nico, der schon früher aus Bafoussam angekommen war, abgeholt wurden. In Janniks und Leas Wohnung waren wir dann fast alle wieder beisammen, die zusammen nach Kamerun gekommen waren. Nur Hannah und Moni wurden schmerzlichst vermisst, aber in 6 Wochen werden wir wirklich alle zusammen Weihnachten und Silvester zusammen verbringen können. Nach ein paar Bier in ner Bar um die Ecke ließen wir den Abend damit ausklingen um Samstagmorgen möglichst früh nach Limbé an den Strand aufbrechen zu können. Nach 30minütiger Taxifahrt kamen wir dann auch am Etisah Beach an, der alle, die ihn noch nicht vorher kannten, erstmal in Staunen versetzte. Einfach wunderschön natürlicher Strand mit schwarzem Sand und Palmen, was will man mehr? Auch das Meer war herrlich, zwar nicht wirklich erfrischend, weil ziemlich warm, aber nach 4 Monaten wieder im atlantischen Ozean schwimmen tat schon sehr sehr gut. Ansonsten entspannten wir am Strand und konnten ein wenig die Gespräche nachholen, die wir 6 Wochen lang höchstens über Telefon führen konnten.
Okay gleich schreib ich weiter, gibt jetzt ne kleine Pause auf dem Weg....
So etwas gestärkt und weiter geht’s..
Nach dem Strand an dem wir ca. 7 Stunden verbrachten, fuhren wir nach Limbé rein um im botanischen Garten essen zu gehen. Bisher war ich hier in keinem teureren Restaurant , das war schon ganz schöner Luxus, aber das muss man sich ja auch mal gönnen, vor allem weil der ganze Abend noch sehr luxuriös werden sollte. Nach dem Essen gings zu Janna und Gene, ihrer ziemlich netten amerikanischen Mitbewohnerin, um sich für den Nachtclub fertig zu machen, in dem wir dann später Nicos Geburtstag feiern konnten. Um Punkt Zwölf waren wir noch in der Bar vor dem Nachtclub und die Band spielte Happy Birthday, was ziemlich schön war. Naja die Nacht entwickelte sich dann sehr lustig und eben etwas lange, sodass wir Nicos Geburtstagsfrühstück am Sonntag erst um Zwölf abhalten konnten und sehr spät an den Strand kamen, aber besser spät als nie.
Obwohl auch der Sonntag sehr sehr schön war wurde uns natürlich allen bewusst dass wir am nächsten Tag wieder für sechs Wochen getrennt sein würden (zumindestens die Leute aus Buea und Limbe), was schon sehr schade ist. Andererseits wurde mir über das Wochenende nochmal bewusster, wie wichtig es ist dass die anderen hier sind und dass wir die Möglichkeit haben uns so relativ oft zu sehen. Es ist gut jemanden hier zu kennen, der das gleiche durchmacht und der einen hundertprozentig verstehen kann, wenns mal schwere Zeiten gibt.
Mit dem Wissen fahr ich jetzt auch gerade zusammen mit Katharina und Nico aus Bafoussam und Lea zurück. Bin mal gespannt wie die Woche wird, vor allem der Unterricht beschäftigt mich. Das Wochenende ist wieder durchgeplant weil endlich Katharina, Moni und Hannah uns hier in Bamenda besuchen kommen. Eine weitere kleine Nachricht gibt’s dann wieder nächste Woche. Hoffe ihr haltet die Ohren steif!
Die besten Grüße aus Bamenda, Niels

Mittwoch, 5. November 2008

Mal wieder Bilder


Neues Heim von Nji in der Uni


Fruehstueck im deutsch walisischen Haushalt (links ist Alex und rechts Charmaine)



Charmain (neue Mitbewohnerin) und ich vor Bamenda


Neue Haare und Ndole(Gemuesezeugs) mit CocoJams (was Kartoffelartiges)zum Fruehstueck=)


Catie und ich vor dem Wasserfall und vor dem Friseur


Wasserfall (fast) direkt in der Stadt






















Samstag, 1. November 2008

Von Wasserfaellen, netten Franzosen und zwei Briten

Hey Ihr!

Also die fuenfte Woche in Bamenda brachte eine grosse neuigkeit : seit Donnerstag wohne ich mit zwei britischen Freiwilligen zusammen, die auch in meiner Organisation arbeiten und die jetzt fuer zwei monate mit mir wohnen werden, was ich ziemlich, ziemlich gut finde nach den ganzen problemen um das alleinewohnen…

Ansonsten war die Woche nicht ganz so spannend, langsam wird alles ein wenig alltag. Am Sonntag wr ich noch mit Catie, meiner “Cousine” im gebiet um bamenda herum wandern, unter anderem zu einem richtig schoenen wasserfall der fast direkt in der stadt liegt und ein richtig gutter ort ist um mal zu entspannen unter der woche. Die arbeit war vor allem auf die vorbereitungen auf den unterricht in den grundschulen, der naechste woche beginnt,konzentriert. Hab mit Yvonne module erstellt und durchgesprochen, die wir dann im unterricht mit den kindern durchnehmen. Hatte dann auch das erste mal einen kulturcrash in der arbeit, als wir das modul zur praevention von teenage pregnancy durchgesprochen haben was ich erstellt habe und was sich hauptsaechlich eben auf die arten der verhuetung konzentriert hat, was Yvonne nicht wirklich recht war. Haben dann lange diskutiert ob es gut is nur abstinenz als praeventionsmoeglichkeit zu unterrichten, was ich persoenlich nicht wirklich sinnvoll finde, aber Yvonne meinte wir koennten die kinder nicht indirect dazu verleiten vor der ehe sex zu haben, zumindestens hat sie angst dass die eltern sich beschweren wuerden, was ich mir muss ich sagen auch gut vorstellen kann. Trotzdem hatten wir eine lange discussion weil ich es ziemlich schwierig finde zu verkraften dass wir nur abstinenz unterrichten und die kindern aber in den naechsten jahren wenn sie etwas aelter sind nicht aufgeklaert werden ueber verhuetungsmittel die ja schon die realistischere praevention sind meiner meinung nach, naja irgendwie muss ich das jetzt erstmal schlucken, vielleicht finden wir ja nen kompromiss…das war so der kulturschock diese woche, der sich eh ein wenig bemerkbar macht im moment. Manchmal sind meine nerven einfach ziemlich ueberreizt wenn ich durch die stadt lauf und ueberall einfach auf neues stosse und die ganzen neuen eindruecke zu verarbeiten is schon nicht so leicht.

Am Dienstag waren dann noch Sonja und aline vom ded da und haben lea und mich besucht. Konnten viele sachen besprechen und hatten abends dann noch zusammen dinner in nem guten restaurant in dem bundesliga im fernsehen life, ich glaub leverkusen – Bremen. Is ganz lustig dass im kamerunischen restaurant zu sehn und auch ganz schoen ein bisschen heimatzu augen zu bekommen (auch wenn ein fussballstadion jetzt auch nich der hammer is). Ham zum dinner dann noch sabine eine entwicklungshelferin in bafoussam und ihren franzoesischen freund getroffen die beide sehr nett waren, hab mich mit Pierre ziemlich gut verstanden und wenn ich irgendwann in paris bin wo er wohnt und arbeitet werd ich ihn auf jeden besuchen..

Ansonsten jo hatte ich immer mal meine hoehen und tiefen wie immer eigentlich, aber im grossen und ganzen wirds jetzt immer einfacher, auch weil jetzt die briten da sind und ich mit ihnen meine wohnung ziemlich ausbauen werden, mit drei schraenken, nem neuen fussboden, regalen und nem schreibtisch..wird dann alles ein wenig haeuslicher..

Heut werd ich noch nji mit Gerald in der uni besuchen und auch bei ihm uebernachten bevor Gerald und ich dann hoffentlich morgen nahc bafut, ein kleines dorf hire in der naehe mit alten palaesten und sehenswuerdigkeiten, also so richtig touristenstyle, fahren werden. Naechstes wochenende gehts dann endlich nach buea am fuss von mount Cameroon (4500 meter hoch) und von dort Samstags nach limbe an den schwarzen strand (vulkansand). Werd mit Gerald, lea, nico und katharina fahren und in buea zwei kamerunische freunde und lea und jannik treffen die auch mit dem ded hier sind und die ich dann auch 6 wochen nich gesehen hab. In limbe treffen wir dann janna und geniessen hoffentlich sonnenschein und strand=) (um euch ein wenig neidisch zu machen). Naja gut soviel zu der woche, achja im radio war ich vor 2 stunden auch wieder und hab ueber das freiwilligendasein in kamerun geredet, war wieder ne richtig gute erfahrung, das radio macht echt spass!

So hoffe euch gehts allen gut wo auch immer ihr alle seid und dann gibts mal wieder neuigkeiten wahrscheinlich aus limbe naechste woche!=)

Alles beste, niels aus bamenda

Samstag, 25. Oktober 2008

Gruesse aus Bamenda

Hey Ihr,

Mal wieder ein kleiner Bericht aus Bamenda ueber die letzten sechs Tage die mal wieder sehr viel neues brachten und auch im grossen und ganzen wohl die besten meines aufenthalts hier.
Den letzten eintrag hatte ich ja aus bafoussam geschrieben, wo ich mein wochenende bei Hannah verbracht habe und ueber die zwei tage ueber auch die anderen freiwilligen nico, katharina und nico getroffen habe, die alle in der naehe und in bafoussam selber wohnen und arbeiten.. das wochenende war das beste bis jetzt, weil es einfach sehr sehr entspannend und sehr schoen mit den anderen 4 war. Samstag mittag, nachdem ich das internetcafe verlassen hatte sind wir auf den markt gegangen, der schon sehr viel chaotischer als der in bamenda ist um mal ein wenig lokalpatriotismus aufleben zu lassen. =) da aber bafoussam zwei maerkte hat und nico und katharina in der zwischenzeit zu Hannah und mir gestossen sind war ich dann doch am ende wieder begeistert von bafoussams maerkten weil vor allem der zweite sehr viel traditionellen schmuck, masken und schnitzereien zum verkauf anbietet. Hab dann auch gleich mal zugeschlagen und mir fuer umgerechnet 5,50 euro (!!) ne handgemachte holzmaske fuer mein kleines haus gekauft. Ich war gestern in einem handwerksladen hier in bamenda und seitdem glaube ich dass ich immens viel geld fuer einrichtungsgegenstaende ausgeben werde, klingt komisch aber es gibt so viel schoene holzfiguren und masken hier dass ist unglaublich.
Aber zurueck zum wochenende, was Samstag abend mit einer gemuetlichen essens- und filmkombination langsam dem befuerchteten ende zuging. Aber auch der Sonntag hatte noch so seine kleinen hoehepunkte obwohl ich mit sehr viel heimweh den tag starten musste, aber eine kleine party des direktors der brauereien in bafoussam hob die stimmung und senkte die angst vor der arbeitswoche wieder erheblich. Obwohl die ganze veranstaltung doch sehr an kolonialzeiten erinnerte und es schon ein sehr sehr komisches gefuehl war wenn man bedenkt, dass dort wirklich nur weisse und extrem reiche kameruner sein konnten und auch wir nur da waren weil wir weiss sind, war es doch sehr entspannend und man konnte etwas abschalten vom kulturschock der wohl immer noch schleichend sehr gegenwaertig ist.
Die fahrt zurueck war nicht weniger interessant spannend wie die fahrt nach bafoussam. Ich hatte natuerlich wieder einen mit tonnen ueberladenen kleinbus mit 20 passagieren erwischt (ich glaub man hat gar keine andere wahl hier) und konnte wieder mit engem koerperkontakt an der seite die wunderschoene landschaft geniessen.. abends in bamenda angekommen habe ich dann mit Gerald, einem kamerunischen freund von mir mit dem ich sehr viel mache im moment, seine tante besucht wo wir natuerlich auch gleich sehr viel traditionelles essen aufgetischt bekamen. Ich muss ja mal sagen dass ich sehr begeistert von dem kamerunischen essen bin und ich werd auch sehr kaempfen muessen hier nicht zuzunehmen, weil es doch, auch wenn es sehr lecker ist, immer fettig ist.
Danach haben wir dann die vier deutschen maedels getroffen mit denen wir dann spaeter in einen nachtclub sind um neeles, eines der deutschen maedchen, geburtstag reinzufeiern. Der abend war ne richtig coole erfahrung und mit den kamerunern die mit waren hatten wir auch sehr viel spass.
Montag musste ich dann laenger schlafen, das ging gar nicht anders, aber zum glueck war das kein problem bei der arbeit sodass ich erst um 9 anfing um die frageboegen die Yvonne und ich die letzte woche in den grundschulen ausgeteilt hatten auszuwerten, was auf der einen seite eine sehr eintoenige arbeit war auf der anderen seite hatte ich wenigstens viel zu tun. Montag abend bin ich dann nochmal kurz zu den vier maedchen runter in die stadt gefahren um den geburtstag mit topfschlagen (jetzt ohne witz) ein wenig weiter zu feiern. Abends hab ich dann zuhause entspannt. Dienstag war ich noch fussball spielen, aber viel kuerzer als ich eigentlich vor hatte aber so ist das in kamerun und ich pass mich langsam an die zeit einfach etwas zu dehnen den tag ueber =) so kam es auch dass ich diese woche nur einmal statt dreimal fussball spielen werde aber okay, dafuer war ich dann gestern mit catie joggen und wir hatten eine sehr nette unterhaltung…Gestern morgen hab ich dann noch gewaschen, was meine haende ziemlich belastet hat (auch sone sache an die man sich wirklich gewoehnen muss) aber eine wirklich gute erfahrung ist, vor allem wenn man wiederkommt und die waesche ploetzlich nur noch in eine maschine stecken muss- eigentlich sehr langweilig…
Was die arbeit angeht habe ich die letzten tage vor allem fuer das radioprogramm viel gemacht. Haben viele interviews gemacht und geschnitten, auch schon im voraus weil Kelly, mit dem ich das programm mache, die naechsten wochen nicht da sein wird, sodass ich vieles alleine machen werde die naechsten wochen. Zusaetzlich mussten die frageboegen noch analysiert werden was wir naechste woche dann hoffentlich abschliessen (die arbeitseinstellung ist hier wirklich ganz anders als in Deutschland, alles ist sehr viel langsamer aber daran muessen wir uns alle hier gewoehnen).
Gerade sitz ich bei catie zuhause und nutze das kostenlose internet um euch zu schreiben, werde mir dann gleich einen workshop den unsere ngo organisiert angucken der sich hauptsaechlich mit der emanzipation der frauen hier in der gemeinde befasst, bin ich mal gespannt. Das wochenende ueber wird nico aus bafoussam mich besuchen und wir werden morgen abend auf eine art kirmes gehn auf die auch catie mit ein paar kamerunischen freunden gehn wird, worauf ich mich sehr freue.
Also es geht etwas bergauf mal wieder obwohl ich immer noch meine momente heimweh habe aber naja muss ich irgendwie durch…
Ich hoffe es geht euch allen gut und ich danke euch jetzt mal fuer die vielen nachrichten die ich bekomme, die bauen wirklich auf!Also Danke=)
Die liebsten gruesse aus bamenda! Niels

Samstag, 18. Oktober 2008

Bilder aus Bamenda

Die Rueckansicht einer Schule in der ich arbeiten werde und ein Kind=)



Nico zu Besuch in Bamenda...


Yvonne mit der ich zusammenarbeite...



Blick auf Bamenda vom Buero aus...


Mein Wohnzimmer...





Der Bananenbaum vor meiner Tuer=)













Bamenda, die Dritte

Hey Ihr!

Es ist jetzt schon lange her dass ich das letzte mal was hier reingeschrieben habe aber die tage sind auch sehr voll gepackt gewesen die letzte woche, darum kommt jetzt auch erstmal ein batzen von post auf euch zu..=)
nachdem ich am wochenende dann endlich mal halbwegs auskuriert war nach einer woche magen darm problemen kam nico aus bafoussam mich besuchen.wir sind den tag über in meienr nachbarschaft wandern gegangen und haben uns abends mit nji, gerard und marcel, drei kamerunern die ich hier kennengelernt habe, bei mir getroffen und kamerunisches abendessen gekocht was sehr nett und lustig war. Sind dann schon um 10 ins bett, weil dass seit wir hier sind wirklich unser Rhythmus geworden ist. Morgens um 6 (!) aufstehen und abends um 9 – 10 ins bett, man kann irgendwie gar nicht anders, ich versteh das auch nicht so genau. Heute bin ich um halb 8 aufgestanden, solang hab ich hier noch nie geschlafen nur soviel dazu=)..naja jedenfalls war nico dann auch noch den sonntag morgen da den wir mit einem relativ scharfen omelett in einem kamerunischen cafe gestartet haben. Sind dann danach vier deutsche freiwillige besuchen gefahren die auch in bamenda arbeiten und hier auch für ein jahr bleiben.. das lustige ist dass sarah, einer der vier, aus butzbach kommt was ihr ja alle kennt =) war dann auch recht lustig mit den vier, vor allem wenn man jemanden hat mit dem man über die heimat reden kann! Nico is dann mittags gefahren und ich bin abends zu lea in die stadt reingefahren um bei ihr zu übernachten was auch sehr nett und aufbauend war weil ich an dem tag ziemliches heimweh hatte und es ziemlich gut getan hat mit jemandem der das nachvollziehen kann reden zu können.. Montag hat dann die arbeit wieder angefangen die an dem tag aber eigentlich nur aus dateien kopieren und aus einem netten plausch mit yvonne, der kollegin mit der ich zusammen in den schulen unterrichten werde, bestand, was aber an dem tag mir ziemlich geholfen hat weil ich mit ihr auch mal über das alleinsein in meiner wohnung gut reden konnte. Nach der Arbeit habe ich mich dann mit Catie getroffen der cousine meiner amerikanischen tante, was total abgefahren ist weil wir uns das letzte mal vor 15 jahren (!) in den usa getroffen haben und uns jetzt hier in bamenda wiedersehen. Die welt ist einfach zu klein. Das treffen war dann auch richtig richtig cool und wir hatten viel spass. Es ist auch irgendwie ziemlich schön zu wissen dass, auch wenns ein ziemlich weit entfernter teil ist, ein teil der eigenen familie in der umgebung ist. Das Catie da ist macht vieles im moment leichter einfach weil das gefühl besser ist wenn man weiß dass jemand dort ist mit dem man auch über seine familie reden kann und der diese auch selber kennt...Abends ist dann gerard vorbeigekommen und wir haben zusammen zu abend gegessen. Gerard arbeitet auch im Youth Outreach Programme und wird ab dem nächsten monat ein programm bezüglich politischer partizipation der jugendlichen in kamerun koordinieren woran ich mich wahrscheinlich hängen werde weil es sich ziemlich interessant anhört..
Dienstag sind Yvonne und ich die Schulen besuchen gefahren um den kindern unsere fragebögen auszuteilen die uns hoffentlich aufschluss über deren wissenstand bezüglich gesundheit, hiv, lifeskills oder drogen informieren werden. Nach der arbeit wollte ich eigentlich nur kurz ins internetcafe um danach die vier mädels (sarah, neele, caro und lena) in ihrer wohnung zu besuchen. Mir kam dann erstens der regen nicht gelegen und zweitens hab ich auf dem weg im taxi bemerkt dass ich meinen usb stick im internetcafe liegengelassen hab. Ich bin dann sofort zurück mit nem anderen taxi und hab den stick sogar noch bekommen aber es war dann schon 17:15 und um 6 wollte ich schon wieder bei lea sein. Ich hab mir dann schlauerweise gedacht dass ich eigentlich auch gleich zu lea fahren könnte, hab ein taxi genommen und nach ungefähr 500 metern bemerkt dass ich das taxi in die falsche richtung bestellt habe. Bin dann wieder ausgestiegen und musste noch ein neues taxi nehmen. Hab dann insgesamt vier taxen für zwei fahrten bezahlt, was mich an dem abend, mittlerweile ist es ja eigentlich nur noch lustig, ziemlich geschlaucht hat.
Mittwoch morgen bin ich mit Adama, einer anderen kamerunischen freiwilligen aus dem Youth Outreach Programme, in die stadt gefahren um die interviews für unser radioprogramm was immer samstags ausgestrahlt wird und was übrigens die letzte woche sehr lustig war, weil es um youth and music ging und ich als beispiel für die deutsche musikkultur clueso gespielt habe, worauf die kameruner im studio total abgefahren sind. Naja...jedenfalls waren wir dann in der stadt unterwegs um interviews zum thema dating on campus zu bekommen, was jetzt nicht so mega spannend war aber auch eine erfahrung wert. Die nächste riesen Erfahrung die ich an dem tag machen konnte war „Atchu“, ein kamerunisches nationalgericht, was es glaube ich hauptsächlich in der nord west provinz gibt. Ich war bei nji's familie zu besuch und konnte dort hautnah miterleben wie es ist eine paste mit suppe zu essen, in dem man die paste in diese suppe tunkt und nur schluckt ohne zu kauen! Es ist schon ein richtig richtig merkwürdiges gefühl, wenn man sich dran gewöhnt hat geht’s mit der zeit, aber so richtig den sinn davon hab ich erst bemerkt als ich dann mal versucht hab diese paste zu kauen. Richtig widerlich, also dann doch lieber gleich schlucken!
Naja donnerstag mittag bin ich dann auf das gelände auf dem auch die vier mädels wohnen gefahren um mit ihnen und ein paar kamerunern volleyball zu spielen. So richtig ausgelastet waren wir danach alle nicht und ich hab zum glück mitbekommen wie ein paar jungs in der nähe fussball gespielt haben und hab mich da dann einfach drangehängt, was ziemlich spass gemacht hat!
Abends waren wir dann alle bei catie, die auf dem gleichen gelände wohnt, zum taco essen eingeladen. Einfach mal was anderes zu essen als kamerunisches essen war auch mal wieder richtig schön das sag ich euch!
Gestern morgen bin ich dann von caties wohnung hoch nach upstation ins büro gefahren um mit yvonne dann die fragebögen wieder einzusammeln die wir angang der woche ausgeteilt hatten. Waren damit dann auch schneller fertig als geplant und ich hab mich schon gefreut dass ich mein wochenende und die damit verbundene reise nach bafoussam zu hannah, moni, nico und katharina früher starten könnte. Bin dann auch gleich um 11 nach downtown reingefahren zu ner reisegesellschaft von der ich wusste dass sie nach bafoussam fährt, naja nur leider nicht an dem tag wie mir dann mitgeteilt wurde, weil alle busse in bafoussam seien und an dem tag wohl keins mehr zurückkommen würde. In totaler panik um mein wochenende bin ich dann zur nächstbesten reisegesellschaft quer durch die stadt gefahren. Dort angekommen hab ich mir sofort ein ticket für den nächsten bus gekauft der in einer halben stunde, so wurde es mir gesagt, abfahren sollte. Naja gut die halbe stunde habe ich gewartet und bin dann auch wirklich in einen bus gekommen, saß auch schon, bis der nette herr von der busgesellschaft mir mitteilen musste dass ich doch erst den nächsten bus nehmen könne weil ich später als die anderen, die nicht mehr in den bus gekommen waren, bezahlt hätte. Warum ich dann ein ticket für genau den bus überhaupt bekommen habe ist mir bis heute schleierhaft aber ich glaube dass ist einfach kamerun=).. heute kann ich wieder drüber lachen aber gestern musste ich wirklich noch geschlagene 3 stunden warten bis ich dann wirklich im richtigen bus sitzen konnte. Die reiseerfahrung war es dann aber auf jeden fall wert. Die landschaft ist der hammer hier das konnte ich gestern das erste mal richtig miterleben aber auch einfach die beschaffenheit des busses und die tatsache dass er wahrscheinlich um 3 tonnen überladen war und die berge eher rückwärts runtergefahren als hoch gefahren ist sind glaub ich erfahrungen die man so schnell nicht vergisst..
bin dann so gegen 5 in bafoussam angekommen und wurde von moni und hannah abgeholt. Sind dann mit 6 leuten in einem taxi (was hier absoluter Standard ist) nach hannah nach hause gefahren wo ich dann heute nacht auch geschlafen habe nachdem wir zusammen spaghetti (endlich wieder!!=)) gegessen und einen film geguckt haben.. gleich werden wir dann noch nico und katharina auf dem markt treffen und mit ihnen den tag verbringen bevor ich morgen wieder nach bamenda zurückfahre, worauf ich grad nich so lust habe weil es hier ziemlich schön und gemütlich ist, aber es war bestimmt auch nicht das letzte mal dass ich bafoussam besucht habe!
Soviel zu meiner letzten woche, ich hoffe euch geht’s allen, wirklich ALLEN gut und ich hör mal wieder was von euch.. Vermiss euch immer noch ziemlich! Beste Grüße aus Bafoussam!
Niels

Freitag, 10. Oktober 2008

hey ihr..

also jetzt ist schon fast die zweite Woche in Bamenda vorbei und ich kann sagen, dass diese ziemlich durchwachsen war. Am Anfang der Woche hatte ich immer noch an einer Krankheit zu laborieren, die ich mir wohl Ende letzte Woche eingefangen habe. Es ist bis jetzt zwar schon besser geworden, aber der Durchfall ist immer noch da und daher konnte ich jetzt schon zweimal die Bekanntschaft mit kamerunischen Krankenhaeusern machen, was wirklich eine Erfahrung ist, wie eigentlich alles hier. Bevor beim Arzt kein Geld auf dem Tisch liegt, passiert auch nicht viel, das ist ziemlich schockierend, wenn man an 20-30 HIV-Patienten vorbeilaeuft, die alle an diesem Tag keine Behandlung bekommen werden, weil der Arzt (bei dem ich dann noch schnell eine Behandlung bekommen habe) auf eine Hochzeit musste und so leider an diesem Tag nicht seinem Beruf nachgehen konnte. Naja das waren Erfahrungen, die wir hier wohl alle machen muessen, die aber erstmal ziemlich schockieren. Es war schade den Aufenthalt hier gleich mit einer Krankheit zu beginnen, aber ich wurde von meinen Kollegen und Freunden hier echt ziemlich lieb umsorgt. Dass es immer noch hart ist alleine zu wohnen und ich mich daran noch nicht wirklich gewoehnt habe beschaeftigt mich auch immer noch, aber ich denke es wird etwas Zeit brauchen und dann wird sich das legen.
Ansonsten war die Woche ganz gut. Wir haben dann endlich auch mit der Arbeit angefangen am Montag und die Grundschulen besucht, in denen Yvonne, eine Kollegin, und ich ab Anfang November taeglich Unterrichtsstunden zu Gesundheit, LifeSkills, Drogen und auch HIV halten werden, bin da ziemlich gespannt drauf. Im Moment ist die Arbeit eher organisatorisch, also auch nicht so mega spannend, aber das wird anders, wenn wir dann wirklich in den Schulen aktiv werden, da bin ich mir sicher. Gestern war dann noch die DED-Landesdirektorin hier und hat Lea, eine andere DED-Freiwillige, die Downstation wohnt (ich wohne UpStation), und mich besucht, was sehr schoen war, weil wir abends noch in ein Restaurant essen gegangen sind, wovon wir einen richtig schoenen Blick auf Bamenda geniessen konnten. Zudem habe ich gestern mit Kelly, einem kamerunischen Freiwilligen, an dem Radioprogramm fuer diese Woche gearbeitet, was dann morgen Mittag ausgestrahlt wird. Also werde ich morgen dann zum ersten Mal im kamerunischen Radio zu hoeren sein, was ich ziemlich amuesant finde. Werde auch ein bisschen ueber die jugendliche Musikszene aus Deutschland erzaehlen. Mal sehen, was mir da so einfaellt...Heut Nachmittag werde ich Fussball spielen gehn und danach kommen Lea und Cathrine, eine weitere deutsche Freiwillige, die hier fuer 3 Monate bleibt, bei mir vorbei und wir kochen und gucken vielleicht Filme. Ich hoffe euch allen geht es gut im good old germany..
Alles Beste, Niels

Samstag, 4. Oktober 2008

Bilder aus Yaounde

Verkehr in Yaounde...

Bananentransport auf den Strassen von Yaounde

Vor der Unterkunft entspannen...

Unsere Gruppe vor Yaounde (v.l.n.r.)
Hannah, Lea, Jannik, Ich, Moni, Janna, Nico, Lea, Katharina und unsere Vertrauensperson Madame Chouapi

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Yaounde, Reiseprobleme und endlich Bamenda

Hey ihr Lieben!

Ich schreibe euch jetzt endlich zum ersten Mal aus Bamenda, der Stadt, in der ich auch arbeite seit heute morgen. Wir sind gestern angekommen mit einem Tag Verspaetung, aber dazu spaeter.
Die letzten Tage in Yaounde waren auf der einen Seite interessant und schoen, auf der anderen Seite wollten wir dann auch endlich alle mal in unsere Einsatzorte. Wir hatten bis Samstagmorgen noch unser Einfuehrungsseminar, bei dem wir vor allem nochmal auf dem Markt waren, gelernt haben Taxis zu bestellen (was wirklich eine Erfahrung ist in Kamerun) und am Freitag dann unsere Mentoren aus den Partnerorganisationen kennengelernt haben und mit diesen schonmal die kommenden vier Wochen besprochen haben. Mein Mentor ist Omer Songwe vom Youth Outreach Programme und er ist ziemlich nett, was sich heute auch bestaetigt hat. Am Wochenende waren wir dann abends in einer Bar, Restaurant in Yaounde, wo auch Live Musik gespielt wurde, was ziemlich cool war und uns ein wenig das Nachtleben von Yaounde naeher gebracht hat. Am Montagmorgen sind wir dann in zwei Gruppen ziemlich frueh in unsere Einsatzorte aufgebrochen. Die Leute, die im Suedwesten des Landes eingesetzt sind haben die oeffentlichen Transportmittel genommen, waehrend wir fuenf aus dem Westen und dem Nordwesten unseren kleinen DED-Bus genommen haben, was unser Verhaengnis werden sollte nach 150 Kilometern. Zu dem Zeitpunkt gab der kleine Bus seinen Geist auf und blieb auf der Strasse stehen. In der prallen Mittagssonne mussten wir eine Stunde auf den Mechaniker warten, der uns auch nur in dem Sinne helfen konnte uns zu sagen, dass unser Bus abgeschleppt werden muss.. Naja jedenfalls wurden wir dann von dem naechstgelegensten Ort von zwei DED-Kolleginnen abgeholt und nach Bafoussam gefahren, wo Lea und ich (die eigentlich nach Bamenda muessten) auch die Nacht verbringen mussten. So kam es dass wir nun mit einem Tag Verspaetung hier in Bamenda ankamen und unsere Arbeit erst heute beginnen konnte. Fuer mich wars heute ein recht entspannter Tag ohne viel Arbeit, die erst morgen richtig anfangen wird. Mein kleines Haus is ziemlich schoen und geraeumig, aber es verstaerkt auch das Gefuehl jetzt wirklich im kamerunischen Alltag angekommen zu sein, worauf ich mich jetzt einstellen werde. Morgen fange ich an mich in die Arbeit einzuarbeiten und ich hoffe euch die naechsten Tage gute Neuigkeiten schreiben zu koennen.
Alles Beste aus Bamenda!
Niels

Donnerstag, 25. September 2008

Abschied, Flug, Ankunft und erste Tage...

Hey Ihr!

Mit ein bisschen Verspätung und anfänglicher Hektik am Pariser Flughafen (drei von unserer DED-Gruppe kamen fast zu spät durch die Sicherheitskontrolle) kamen wir jetzt endlich am Montag gegen 18:30 Uhr hier in Yaoundé, der kamerunischen Hauptstadt, an. Vom DED wurden wir direkt durch die Hauptstadt zu unserer Unterkunft, der protestantischen Universität, gebracht. Hier angekommen lernten wir in einer kurzen Vorstellungsrunde unsere beiden Mentorinnen, Frau Bartaune und Frau Chouapi, kennen, die beide ziemlich nett sind und uns durch das Einführungsseminar führen. Mehr war dann auch nicht mehr an dem Abend, weil alle ziemlich fertig waren. Die Nacht war, wider Erwarten, ziemlich mückenfrei und entspannt, zumindestens für mich. Nach dem Frühstück besuchte uns die DED-Landesdirektorin und begrüßte uns sehr herzlich mit einer kleinen Präsentation über den DED in Kamerun, der hier schon seit 1965 tätig ist. Danach gings dann mit unserem kleinen weißen Bus, der sehr an die UN-Wagen aus zahlreichen Filmen erinnert =), zur deutschen Botschaft, was sehr beeindruckend war. Auf der einen Seite war die Botschaft, so wie man es sich vorstellt, auf der anderen Seite auch ganz anders, viel unkomplizierter und offener/freundlicher. Also ne ganz nette Atmosphäre und das erste Mal bekam man das Gefühl als einer der ersten weltwärts-Freiwilliger wirklich in großem Fokus zu stehen. Es ist aber auch so ganz gut einfach zu wissen, dass die Botschaft weiß dass man da ist und dass sie sich auch um einen kümmert,wenns mal brenzlig wird.

Jetzt bin ich mittlerweile schon den zweiten Tag hier und ich kann sagen, dass ich schwer beeindruckt bin von ziemlich vielem hier. Wir waren grade essen in einem typisch kamerunischen Restaurant, was soviel heißt wie den Fisch, den man essen möchte vorher auswählen und um jeden Preis feilschen. Da is nich viel mit Bedienung oder einer Karte. Das Essen war aber richtig lecker und die Erfahrung mussten wir auf jeden Fall alle mal gemacht haben, bevor wir in die Städte fahren und weitestgehend auf uns alleine gestellt sind. Morgen geht’s ab auf den Markt und auf eine kleine Stadtrundfahrt mit André, einem Kameruner, der uns heute auch schon viel über „Do's and Don'ts“ im kamerunischen Alltag erzählt hat. Also wenn ich die ersten 2 Tage zusammenfasse muss ich sagen, dass ich mich hier schon ziemlich gut fühle, vor allem bin ich froh dass wir noch keinen Unfall mit unserem kleinen weißen Bus gebaut haben, was, meines Erachtens nach und wenn man sich den Verkehr hier anschaut, an ein kleines Wunder grenzt=)
Ich hoffe euch allen geht’s gut in good old germany und ich hör mal was von euch.. Ich werde versuchen hier aus Yaoundé nochmal zu schreiben, weil ich in Bamenda wohl erstmal nicht ins Internet kommen werde.

Die besten Grüße! Niels

Dienstag, 16. September 2008

Youth Outreach Programme

Hey!

Schaut euch mal bei www.yopcam.org um, da steht einiges über das Programm, in dessen Rahmen ich in Kamerun arbeiten werde.
Bis die Tage!
Niels

Dienstag, 12. August 2008

start

Es ist der 12.August 2008 und der Blog ist eingerichtet. Ich hoffe ich kann hier in den nächsten 13 Monaten viel berichten über meine Arbeit und Erfahrungen in Bamenda/Kamerun...
Ich hoffe, dass euch allen der Blog gefällt!