Hey Ihr,
Mal wieder ein kleiner Bericht aus Bamenda ueber die letzten sechs Tage die mal wieder sehr viel neues brachten und auch im grossen und ganzen wohl die besten meines aufenthalts hier.
Den letzten eintrag hatte ich ja aus bafoussam geschrieben, wo ich mein wochenende bei Hannah verbracht habe und ueber die zwei tage ueber auch die anderen freiwilligen nico, katharina und nico getroffen habe, die alle in der naehe und in bafoussam selber wohnen und arbeiten.. das wochenende war das beste bis jetzt, weil es einfach sehr sehr entspannend und sehr schoen mit den anderen 4 war. Samstag mittag, nachdem ich das internetcafe verlassen hatte sind wir auf den markt gegangen, der schon sehr viel chaotischer als der in bamenda ist um mal ein wenig lokalpatriotismus aufleben zu lassen. =) da aber bafoussam zwei maerkte hat und nico und katharina in der zwischenzeit zu Hannah und mir gestossen sind war ich dann doch am ende wieder begeistert von bafoussams maerkten weil vor allem der zweite sehr viel traditionellen schmuck, masken und schnitzereien zum verkauf anbietet. Hab dann auch gleich mal zugeschlagen und mir fuer umgerechnet 5,50 euro (!!) ne handgemachte holzmaske fuer mein kleines haus gekauft. Ich war gestern in einem handwerksladen hier in bamenda und seitdem glaube ich dass ich immens viel geld fuer einrichtungsgegenstaende ausgeben werde, klingt komisch aber es gibt so viel schoene holzfiguren und masken hier dass ist unglaublich.
Aber zurueck zum wochenende, was Samstag abend mit einer gemuetlichen essens- und filmkombination langsam dem befuerchteten ende zuging. Aber auch der Sonntag hatte noch so seine kleinen hoehepunkte obwohl ich mit sehr viel heimweh den tag starten musste, aber eine kleine party des direktors der brauereien in bafoussam hob die stimmung und senkte die angst vor der arbeitswoche wieder erheblich. Obwohl die ganze veranstaltung doch sehr an kolonialzeiten erinnerte und es schon ein sehr sehr komisches gefuehl war wenn man bedenkt, dass dort wirklich nur weisse und extrem reiche kameruner sein konnten und auch wir nur da waren weil wir weiss sind, war es doch sehr entspannend und man konnte etwas abschalten vom kulturschock der wohl immer noch schleichend sehr gegenwaertig ist.
Die fahrt zurueck war nicht weniger interessant spannend wie die fahrt nach bafoussam. Ich hatte natuerlich wieder einen mit tonnen ueberladenen kleinbus mit 20 passagieren erwischt (ich glaub man hat gar keine andere wahl hier) und konnte wieder mit engem koerperkontakt an der seite die wunderschoene landschaft geniessen.. abends in bamenda angekommen habe ich dann mit Gerald, einem kamerunischen freund von mir mit dem ich sehr viel mache im moment, seine tante besucht wo wir natuerlich auch gleich sehr viel traditionelles essen aufgetischt bekamen. Ich muss ja mal sagen dass ich sehr begeistert von dem kamerunischen essen bin und ich werd auch sehr kaempfen muessen hier nicht zuzunehmen, weil es doch, auch wenn es sehr lecker ist, immer fettig ist.
Danach haben wir dann die vier deutschen maedels getroffen mit denen wir dann spaeter in einen nachtclub sind um neeles, eines der deutschen maedchen, geburtstag reinzufeiern. Der abend war ne richtig coole erfahrung und mit den kamerunern die mit waren hatten wir auch sehr viel spass.
Montag musste ich dann laenger schlafen, das ging gar nicht anders, aber zum glueck war das kein problem bei der arbeit sodass ich erst um 9 anfing um die frageboegen die Yvonne und ich die letzte woche in den grundschulen ausgeteilt hatten auszuwerten, was auf der einen seite eine sehr eintoenige arbeit war auf der anderen seite hatte ich wenigstens viel zu tun. Montag abend bin ich dann nochmal kurz zu den vier maedchen runter in die stadt gefahren um den geburtstag mit topfschlagen (jetzt ohne witz) ein wenig weiter zu feiern. Abends hab ich dann zuhause entspannt. Dienstag war ich noch fussball spielen, aber viel kuerzer als ich eigentlich vor hatte aber so ist das in kamerun und ich pass mich langsam an die zeit einfach etwas zu dehnen den tag ueber =) so kam es auch dass ich diese woche nur einmal statt dreimal fussball spielen werde aber okay, dafuer war ich dann gestern mit catie joggen und wir hatten eine sehr nette unterhaltung…Gestern morgen hab ich dann noch gewaschen, was meine haende ziemlich belastet hat (auch sone sache an die man sich wirklich gewoehnen muss) aber eine wirklich gute erfahrung ist, vor allem wenn man wiederkommt und die waesche ploetzlich nur noch in eine maschine stecken muss- eigentlich sehr langweilig…
Was die arbeit angeht habe ich die letzten tage vor allem fuer das radioprogramm viel gemacht. Haben viele interviews gemacht und geschnitten, auch schon im voraus weil Kelly, mit dem ich das programm mache, die naechsten wochen nicht da sein wird, sodass ich vieles alleine machen werde die naechsten wochen. Zusaetzlich mussten die frageboegen noch analysiert werden was wir naechste woche dann hoffentlich abschliessen (die arbeitseinstellung ist hier wirklich ganz anders als in Deutschland, alles ist sehr viel langsamer aber daran muessen wir uns alle hier gewoehnen).
Gerade sitz ich bei catie zuhause und nutze das kostenlose internet um euch zu schreiben, werde mir dann gleich einen workshop den unsere ngo organisiert angucken der sich hauptsaechlich mit der emanzipation der frauen hier in der gemeinde befasst, bin ich mal gespannt. Das wochenende ueber wird nico aus bafoussam mich besuchen und wir werden morgen abend auf eine art kirmes gehn auf die auch catie mit ein paar kamerunischen freunden gehn wird, worauf ich mich sehr freue.
Also es geht etwas bergauf mal wieder obwohl ich immer noch meine momente heimweh habe aber naja muss ich irgendwie durch…
Ich hoffe es geht euch allen gut und ich danke euch jetzt mal fuer die vielen nachrichten die ich bekomme, die bauen wirklich auf!Also Danke=)
Die liebsten gruesse aus bamenda! Niels
Samstag, 25. Oktober 2008
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