Hey Ihr!
Hoffe euch gehts allen gut. Ich bin seit Sonntag wieder in Bamenda, nachdem ich eine Woche inklusive Reise im Norden Kameruns verbracht habe. Freitag Morgen von Bafoussam nach Yaounde ging es los. Mit 10 Leuten (8 Freiwilligen und der Schwester von Janna und dem Freund von Moni) ging es dann Freitag Abend nach Ngaoundere mit dem super schnellen Nachtzug von Yaounde. Gut, dass wir das Glück hatten noch Schlafwagen zu bekommen, die wirklich sehr gut und sauber waren. So konnten wir schon ein wenig entspannen, bevor es Samstag morgen nach 16 Stunden Zugfahrt auf eine weitere 8 Stunden Busfahrt ging in Richtung Maroua.
Dort angekommen ruhten wir uns in unserem ruhigen Hotel aus mit Ausblick auf einen Sonntag in Maroua und den Beginn der Safari im Waza Park am Montag.
Ich muss schon sagen, dass Maroua mit die schönste Stadt ist, die ich in Kamerun bisher gesehen habe. Es ist viel ruhiger als in Bamenda und der Norden ist eh ganz anders als andere Teile Kameruns. Auf der Fahrt nach Maroua konnte man das typische Afrika Klischee erleben - Lehmhütten und Strohdächer, nichts anderes. Der Norden ist sehr viel trockener und ärmer als die südlichen Teile Kameruns. Die überwiegende Religion ist der Islam, was den Städten und Dörfern eine ganz andere Atmosphäre verleiht.
Am Montag ging es dann mit unserem sehr netten Fahrer Robert in Richtung Waza Park. Im Hotel brachten wir unser Gepäck unter, bevor wir direkt in den Park fuhren. Mit unserem Führer Moussa, der schon seit 30 Jahren im Park arbeitet, gingen wir auf die Suche nach wilden Tieren und hatten nach nur wenigen Minuten dsa Glück Giraffen zu sehen. Denen folgten noch Antilopen, Pelikane, Geier, Adler, Antilopen und Gazellen. Nach 6 Stunden im Park fuhren wir zurück und genossen ein Abendessen direkt am Parkeingang, wo einige Frauen auf Bestellung sehr sehr leckeres Essen kochen. Geschafft von der Fahrt und mit Vorfreude auf den folgenden Tag im Park gingen wir relativ früh ins Bett.
Dienstagmorgen ging es dann schon gegen 6 Uhr in den Park, um ein bisschen bessere Chancen zu haben Löwen zu sehen. Leider reichte unser Glück dafür nicht, sodass wir die 11 Stunden im Park für die Suche nach Elefanten nutzten. Wir folgten Spuren und Anzeichen von Elefanten quer durch den Park hatten aber wieder kein Glück. Gelohnt hat es sich trotzdem, es ist einfach beeindruckend Giraffen und Antilopen in wirklich freier Wildbahn in Ruhe zu betrachten.
Nach einem weiteren ruhigen Abend wollten wir Mittwoch an den Maga-See, einen riesigen Stausee im Norden Kameruns, auf dem man Bootstouren machen und Nilpferde betrachten kann.
Wir nahmen den Weg durch den Park Richtung See und hatten das unglaubliche Glück gerade an dem Tag noch Elefanten zu sehen. Von unserem Guide geleitet nahmen wir Spuren auf und verfolgten diese bis wir auf eine kleine Gruppe Elefanten stießen, die wir aus 100 m Entfernung betrachten konnten.
Die Bootstour war dann aber der absolute Aufreger. Geplant für 1,5 Stunden mussten wir unsere Tour nach einer halben Stunde abbrechen. Der Grund dafür waren die Nilpferde, die wir wirklich nach 20 Minuten antrafen und die uns alle, auch unseren Bootsführer überraschten, da sie sonst viel später und nicht so nah am Ufer auftauchen. Umzingelt von ca. 15 Tieren mussten wir vor den großen Mäulern fliehen, die teilweise schon abtauchten, um unsere Holzpiroge anzugreifen. Das war auch netterweise genau das, was uns der Bootsführer erläuterte, während wir im Boot saßen und unser Ableben planten. Voller Panik und das ist kein Scherz waren wir für das Leben dankbar, das wir noch besaßen an Land angekommen.
Von dem Erlebnis noch kaum erholt kamen wir Mittwoch abend wieder in Maroua an, wo wir bis Samstag morgen blieben. Am Donnerstag unternahm ich mit Jannik eine kleine Wanderung auf den Mount Maroua, der 800m hoch exakt neben der Stadt liegt und von dem man aus einer Hammeraussicht auf die Stadt, die im Gegensatz zu ihrer Umgebung grün ist (man konnte wirklich sehn, wo es Wasserversorgung gab und wo nicht) hatte. Zwei kleine Jungen, Jean-Pierre und Papi, begleiteten uns einfach so, weil sie das jeden Tag machen nach eigenen Angaben. Mit den Beiden hatten wir ein aufschlussreiches Gespräch über ihr Leben und das Leben in Maroua, bevor wir nach dem Wandern noch eine kleine Partie Fussball spielten.
Nach vielen Tagen früh aufstehen, Tiere erleben und Maroua genießen ging es dann Samstag morgen zurück nach Ngaoundere. 8 Stunden Bus bevor wir in Ngaoundere feststellten, dass es keine freien Schlafwagenplätze mehr gab. So mussten wir auch die 16 Stunden im Zug im Sitzen verbringen, was um ehrlich zu sein, besser war, als in Frankreich im Nachtzg zu fahren und da sprech ich aus eigener Erfahrung..=)
Am Sonntag morgen kamen wir dann in Yaounde an und ich musste mich ziemlich schnell von den anderen verabschieden, um meinen Bus nach Bamenda zu bekommen. Glücklicherweise bekam ich gerade noch so den einzigen Bus in meine kamerunische Heimatstadt, in dem ich nach 1 Stunde feststellte, dass ich mein Handy in dem Taxi in Yaounde liegengelassen hatte. Panisch rief ich mein Handy an, das der Taxifahrer abnahm. Gut, dass ich so einen sozialen und netten Fahrer erwischte, der mein Handy nach Absprache Nico vorbeibrachte, der noch länger in Yaounde blieb, als ich. Jetzt liegt mein Handy zwar in Baham rum, aber dank Nico und dem Fahrer habe ich es wenigstens in wenigen Tagen wieder.
Nun ist es schon wieder Dienstag und die Tage verfliegen hier in Bamenda. Ich hatte einige Schwierigkeiten nach einer solch schönen Wochen in Bamenda anzukommen, aber mittlerweile gehts. Ich bin froh eine so super Erfahrung gemacht zu haben. Danke an alle, die mit waren, war cool, dass ihr dabei ward!
Euch allen eine schöne Woche und bald kommt um euch neidisch zu machen ein kleines Video über Giraffen=) Selbstgedreht...
Alles Beste aus Bamenda,
Niels
Dienstag, 31. März 2009
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