Donnerstag, 27. November 2008

Limbe endlich Bilder


DER Strand mit schwarzem Sand

Palmen auf dem Weg zum Strand


Blick auf den Fuss des Mount Cameroon in Buea


Kamerunisches Dorf auf dem Weg nach Buea/ Limbe

Bamenda, was solange schon?

Hey Ihr!

Gerade sitze ich in meinem kleinen Häusschen, habe die Tür offen stehen und bin zu Spät zur Arbeit, aber ich wollte jetzt endlich mal schreiben, auch wenn wir immer noch kein Internet im Office haben. Ich hoffe, dass euch dieser Blogeintrag vor dem Wochenende erreicht.
Ja, also wo fange ich an zu erzählen. Am besten beim Wochenende, das wohl mit das Beste hier in Kamerun war. Nico aus Bafoussam kam Freitag Abend hier mit dem unglaublich sicheren kamerunischen öffentlichen Verkehr an, um bis Sonntag mal ein bisschen Bamendaluft zu schnuppern.
Freitag abend sind wir dann mit Gerald und Devine (zwei kamerunischen Freunden) in eine Bar hier im Viertel gegangen und hatten wirklich interessante Gespräche. Auf dem Weg nach Hause, eigentlich waren wir schon viel zu müde und geschafft, kamen wir irgendwie an einer Beerdigungsfeier vorbei. Hier in Kamerun ist es Brauch das Leben eines Verstorbenen mit einem Riesenfest zu feiern, bevor am nächsten Tag die Beerdigung stattfindet. Jedenfalls kannte Gerald den Verstorbenen und so haben wir uns einfach in die Menge gemischt und mitgetanzt und getrunken. Nach einiger Zeit im Kreis tanzen musste ich feststellen, dass ich in der Mitte des Kreises gelandet war, wo eigentlich immer Einer tanzt, der auch ein Bild des Verstorbenen in den Händen hält. Naja, so wars dann auch bei mir. Irgendjemand kam zu mir und drückte mir das Bild in die Hand, sodass ich mitten in einem Kreis von Kamerunern mit dem Bild des Verstorbenen tanzen musste. Auf der einen Seite eine Riesenerfahrung, auf der anderen Seite ein sehr komisches Gefühl, da ich den Verstorbenen ja noch nicht mal kenne.
Samstag morgen bin ich dann joggen gegangen und abenteuerlustig, wie man halt so ist in einem fremden Land, einfach mal drauf los. Bin dann irgendwann auf irgendeinem Pfad durch irgendwelche Palmen und Wiesen gelandet und hatte kaum mehr einen Plan davon, wo ich mich überhaupt befand. Die Richtung zu meinem Zuhause konnte ich noch so ungefähr abschätzen und so versuchte ich mich an einem Punkt auf der Spitze des kleinen Hügels zu orientieren, den ich zu erreichen erhoffte. Ich weiß auch nicht genau, wie ich es dann geschafft hab, aber ich kam genau an der Straße wieder raus, an der ich auch rauskommen wollte. Joggen war selten so interessant sag ich euch, auch die Wiesen, Palmen und kleinen Bäche, die ich auf dem Weg zu sehen bekam, waren schon beeindruckend.
Samstag mittag musste ich dann wieder ins Radio. Das Thema diese Woche: Campus Sanitation, was soviel bedeutet wie: Sauberkeit auf dem Schulhof!? Es gibt zwar interessantere Themen, aber ich konnte ein wenig über die Sauberkeit der Ostschule reden und vor allem, dass ich keinem empfehlen würde auf die Toiletten dort zu gehen. Ob das den kamerunischen Zuhörern hilft bezweifle ich sehr, aber lustig wars trotzdem. Nach dem Radio sind Nico und ich noch schnell in die Stadt, haben Zutaten für unseren geplanten Fruchtsalat gekauft und sind zum Schneider, wo ich meine ersten zwei afrikanischen Shirts abholen konnte. Sind dann zu mir, haben den Fruchtsalat zubereitet (der wirklich lecker war) und sind fast pünktlich kamerunischer Zeitrechnung auf Caties Thanksgivingsparty erschienen, die der Hammer war. Eigentlich hatte ich mir Samstag morgen (nachdem ich Freitag abend zweimal warm gegessen hatte) gesagt, dass ich weniger essen werde die nächsten Tage, aber den Vorsatz musste ich nach 10 Minuten Thanksgivingparty leider wieder aufgeben, das Essen war einfach zu gut. Nach der Party sind wir dann zu den vier deutschen Mädels, die auf dem gleichen Gelände wohnen wie Catie (meine amerikanische Cousine) und haben noch bis ca. 2 Uhr geschwätzt, was ziemlich gut getan hat.
Der Sonntag begann mit einem Riesenfrühstück bei den Mädels, bevor Nico Bamenda wieder verlassen musste. Nachdem ich Nico zum Bus gebracht hatte, fuhr ich zum Ayaba Hotel um endlich mal Tennis spielen zu gehen mit Gerald. Im Enddefekt spielte nur ich mit irgendeinem Kameruner aus dem Tennisclub dort und Gerald kam dann nicht mehr dran, was ziemlich schade war, aber das Tennisspielen an sich hat wieder mal so richtig Spaß gemacht. Sind jetzt auch schon fast 2 Jahre seitdem ich das letzte Mal gespielt hab. Im Ayaba Hotel, das auch einen Pool direkt neben den Tennisplätzen hat, hab ich dann noch die vier Mädels getroffen und drei Peacecorp Freiwillige( amerikanische Freiwilligenorganisation), von denen einer, Matthew, in einem winzigen Village 3 Stunden von Bamenda wohnt, wo es nie Strom und fließendes Wasser gibt. Er ist da für 2 Jahre und arbeitet in einem Agrarprojekt. Das ist schon beeindruckend.
Naja ansonsten begann die Woche gut. Hab mich jetzt ein wenig reingehängt damit ich mehr zu tun bekomme und werde ab Januar in den drei Grundschulen, wo wir jetzt schon unterrichten, noch Englischnachhilfe anbieten. Und heute geht’s das erste Mal zu einem Website Training, was ich mitmachen werde, um dann hoffentlich die Website unserer Organisation gestalten zu können. Das wär dann mal eine richtig coole Aufgabe!
Morgen mittag geht’s dann nach Bafoussam für mich und Samstag fahren wir alle nach Foumban auf ein riesiges traditionelles Fest. Also mal sehen was ich nächste Woche zu berichten hab.
Ich hoffe euch geht’s allen gut. Einen schönen ersten Advent und dann bis die Tage!
Euer Niels

Donnerstag, 20. November 2008

Nun endlich: Bamenda, die Siebte

Hey Ihr!

Heut mal wieder ein bisschen kürzerer Bericht, weil die Woche nicht wirklich viel zu bieten hatte, ausser vielleicht ein sehr schönes Wochenende.

Die Woche begann ja sehr spät sozusagen, nachdem wir erst Montag Abend aus Buea wiederkamen. Verglichen mit dem Superwochenende konnte die Woche ja eigentlich nur schlechter werden, da bin ich leider zu sehr Pessimist. Ich muss sagen, dass die Woche was die Arbeit und meine davon beeinflusste Allgemeinsituation angeht schon sehr schwierig und nich wirklich gut war. Dienstag morgen wollten Yvonne und ich wieder in eine Schule um die zwei Stunden Unterricht zu geben, wie jeden Tag. Leider mussten wir, als wir dann mal an der Schule angekommen waren, feststellen, dass diese gerade diese Woche eine Art Schulfest hatte, was sie uns vorher auch nicht sagen konnten aus unbekannten Gründen. Jedenfalls waren diese zwei Stunden dann schonmal gestrichen für den Tag. Danach gabs nix mehr zu tun, was eindeutig nicht meinen Ansprüchen hier gerecht war und dementsprechend schlecht gelaunt war ich dann bis Nachmittags auch. Der Wendepunkt an diesem Tag war eindeutig ein sehr schönes Gespräch mit Hannah, dessen Geburtstag der Dienstag war und wir konnten, dank der vier deutschen Mädels hier in Bamenda die Internet in ihrer Wohnung haben, über Skype über ne Stunde reden, was mal wieder absolut schön war. Der Abend war dann auch okay. Leider wurde die Woche was die Arbeit angeht nicht besser, obwohl wir dann noch jeden Tag den Unterricht in den Schulen gegeben haben. Ich hab nur für mich diese Woche festgestellt, dass zwei Stunden Unterricht am Tag und dann noch ein wenig Arbeit für das Radio nicht wirklich meinen Vorstellungen von richtiger Arbeit entsprechen und dass sich das sehr schnell ändern muss, damit ich mal sehen kann, dass ich hier auch wirklich was tue, was ich ja will.

Mittwoch nach der Arbeit sind Alex, Charmain und ich dann mit ein paar Kollegen auf den Markt Stoffe kaufen gegangen, die wir dann Donnerstag gleich zum Schneider gebracht haben, um uns typisch afrikanische Hemden und Laptoptaschen aus dem echt sehr schönen Stoff machen zu lassen. Die Ergebnisse werdet ihr so schnell wie möglich auf diesem Blog zu sehen bekommen=)... das wird sehr interessant, bin auch schon gespannt...

So Freitag war dann nach der Schule gleich der Besuch aus Bafoussam da, der sich angekuendigt hatte. Hannah und Moni waren schon Freitag morgen losgefahren, was sehr cool war, da wir dann echt noch fast den ganzen Tag hatten. Sind dann nochmal runter auf den Markt und abends ins Dreamland, dem teuersten aber besten Restaurant hier in der Stadt, in dem wir an dem Abend auch viele VSO (ne britische Freiwilligenorganisation) Volunteere getroffen haben, die hier echt zahlreich vorhanden sind. War ein cooler Abend mit einem eher fruehen Ende, weil wir doch alle ziemlich platt waren. Wird jetzt auch langsam sehr heiß hier und trocken, was vor allem in der Übergangszeit jetzt ziemlich strapazieren kann. Naja Samstag sind dann noch Nico und Katharina aus Bafoussam zu uns gestoßen und wir hatten nen guten Tag auf dem Markt und abends bei mir zuhause mit ziemlich vielen Leuten. Alex und Charmain waren ja eh da und dann haben sich noch Gerald und ein Freund zu uns gesellt, sodass das Haus schwer gefüllt war, was aber sehr belebend und schön war!

Gestern sind wir dann frueh morgens aufgestanden, nachdem ich und Lea zumindestens auf dem Boden geschlafen hatten, weil sonst nich der Platz da war, aber was macht man nich alles um ein schönes Wochenende mit Freunden zu haben (hoffentlich lesen die das auch;))Hatten ein richtig geiles Frühstück mit Spaghetti-Omelette (is irgendwie ne kamerunische Sache, aber sehr lecker) und allem möglichen anderen Zeugs bevor wir nach Bafut (einem Ort ca. 20 km von Bamenda entfernt) gefahren sind um uns den botanischen Garten und den Königspalast dort anzugucken was beides echt sehr sehr sehenswert und mit dem sonnigen und heißen Wetter doch sehr entspannend war.

So also mehr gibt’s nich so richtig zu erzählen, ich werd die letzte Woche nich so wirklich gut in Erinnerung haben, dafür das Wochenende umso mehr. Hinsichtlich der Arbeit muss ich wirklich was ändern, meine Ambitionen auf jeden Fall aber auch die Arbeit in der Realität, weil ein bisschen mehr muss ich schon tun, um mir nich die Sinnfrage jeden Tag stellen zu müssen.

Ich hoffe wirklich dass es euch allen sehr gut geht, wo auch immer ihr euch aufhaltet at the moment!

Liebste Grüße! Niels

P.S. mittlerweile weiss ich auch, dass wir ab naechster Woche Internet ins Buero gelegt bekommen. Das ist mal ein Fortschritt sag ich euch.


Montag, 17. November 2008

Jaja diese Internetverbindungen

Hey Ihr!

Eigentlich sollte hier jetzt ein viel laengerer Text sein, den ich auf USB-Stick vorgeschrieben habe und hier jetzt reinkopieren wollte. Leider is auf meinem Stick jetzt ein Virus und das klappt nich also es kann noch etwas dauern bis ihr den naechsten Bericht lesen koennt. Es tut mir sehr leid!

Also bis hoffentlich bald ihr Lieben und haltet die Ohren steif!

Alles Liebe, Niels

Dienstag, 11. November 2008

Strand und schwarzer Sand

Hey Ihr,

etwas verspätet aber mit sehr vielen Dingen zu erzählen mal wieder ein kleiner Blogeintrag meinerseits. Gerade sitz ich mit Kulli und Block in einem überladenen Reisebus kamerunischen Standards und schreibe euch während ich an Bananen- und Papajaplantagen vorbeifahre und mich halb totschwitze.
Aber erstmal zum Anfang der Woche, die mit dem Beginn unseres Unterrichtsprogramms in den Grundschulen anfing. Den Morgen über war ich nicht so gut drauf und vielleicht ein wenig aufgeregt das erste Mal überhaupt eine Klasse zu unterrichten und dann auch noch eine kamerunische. Die erste Unterrichtslektion sollte „My Head“ sein und eine allgemeine Einleitung zum Thema „Me and My Body“, um die Kinder über ihren Körper und darüber aufzuklären, wie man für seinen Körper sorgt. Am ersten Tag hatten wir dann nur eine Stunde, weil Klasse 5 und 6, die wir eigentlich unterrichten, in dieser Schule zusammengelegt sind. Es war alles noch sehr neu und ich bin ja wirklich nicht erfahren in solchen Dingen, daher war die Stunde jetzt nich der Hammer, aber doch besser als ich gedacht hätte und wir, also Yvonne und ich, gingen mit einem besseren Gefühl raus, als ich es zumindestens vorher gedacht hatte. Es war auch für das erste Mal ganz gut glaube ich. Mittags hab ich mich dann mit Cathrine getroffen, einer Mainzerin, die in Bamenda ein dreimonatiges Praktikum absolviert hat und letzten Freitag nach Deutschland zurückgeflogen ist. Sind ein bisschen über den Markt geschlendert und haben uns dann noch in eine Bar gesetzt, in der uns eine ganze Stunde lang ein betrunkener Kameruner irgendwas erzählen wollte – naja einfach ignorieren sag ich da mal. Am Abend haben Alex, Charmain und ich noch zusammen gekocht bevor wir alle relativ früh ins Bett gefallen sind. Ich glaub die Beiden haben echt viel Arbeit, zumindestens Alex. Hoffe dass das bei mir auch irgendwann so wird in nächster Zeit.
Dienstag morgen gings dann in eine andere Schule und somit in neue Klassen. Das Thema war dasselbe, den Kindern die verschiedenen Bestandteile ihres Kopfes näherzubringen. Die Stunde war dann auch besser als die am Montag, so dass wir zufrieden die Schule verlassen konnten nach zwei guten aber anstrengenden Schulstunden. Ansonsten war der Tag nicht sehr spannend. Hab mich noch kurz mit den vier Mädels getroffen und wir sind zusammen in die Stadt gegangen. Abends hab ich dann noch ein wenig zuhause rumgehangen und was gelesen, bevors zu Bett ging.
Mittwoch und Donnerstag, ja das waren schon so Tage. Mittwoch war gut, Donnerstag der absolute Tiefpunkt. Der Unterricht am Mittwoch war mit Abstand der Beste der Woche und es machte wirklich Spass, weil wir endlich richtig eingespielt waren. Nach der Schule bin ich noch kurz in die Stadt um Cathrine eigentlich das letzte Mal zu treffen, bevor sie zurückfliegt, aber es sollte nich das letzte Mal gewesen sein, aber dazu später=).. Jedenfalls bin ich nach der Stadt noch mit Alex und Charmain essen gegangen, was auch wirklich ziemlich schön und gut war, bevor wir abends mithilfe von Charmains tragbarem DVD Player Kill Bill geguckt haben, was zumindestens mein Sicherheitsgefühl in der Wohnung nicht gesteigert hat, aber okay.
Donnerstagmorgen begann schon schlecht mit Heimweh und wurde leider durch den Unterricht auch nicht besser. Obwohl es wieder die gleichen Klassen waren wie den Tag zuvor, an dem es wirklich gut lief, schockierte mich an dem Tag die krasse Lese- und Schreibschwäche der Kinder, vor allem in Klasse 5. Entweder hatte ich das den Tag vorher einfach ausgeblendet oder übersehen, jedenfalls konnten von 27 Kindern bestimmt 23 ihren Namen nicht schreiben. Im Moment beschäftigt mich das total, weil man sich dann schon denkt, wieviel mein Unterricht eigentlich bringt, wenn die Kinder noch nicht einmal die Grundlagen drauf haben. Der Tag war einfach sau demotivierend und demoralisierend, weil man sich ja schon wünscht das alles verändern zu können, aber man einfach hilflos ist. Mit dem Gefühl kam dann auch wieder das Heimweh und eigentlich war der Tag dann gelaufen. Irgendwann Nachmittags hat es dann auch noch angefangen zu regnen, was zu der Jahreszeit jetzt eigentlich nicht mehr vorkommen sollte, aber an dem Tag dann doch noch bis Freitagmorgen (!) anhalten sollte. Bin dann abends im Regen zu Lea gefahren, um bei ihr zu übernachten, weil wir Freitagmoren relativ früh nach Buea aufbrechen wollten. Ich glaube so Tage wie diesen muss ich wirklich lernen abzuhaken und weiter zu machen, obwohl das leichter gesagt als getan ist.
Nach einem guten Frühstück bei Lea sind wir dann nach 1 ½ Stunden Wartezeit mit dem Bus nach Buea aufgebrochen, um in Buea Jannik und Lea und dann Janna in Limbé zu besuchen, die wir seit 6 Wochen schon nicht mehr gesehen hatten. Und natürlich um wieder das Meer zu sehen und einfach mal ein wenig am Strand zu entspannen. Tja nochmal zurück zu Cathrine und dem eigentlich letzten Treffen Mittwoch Nachmittag. Genau neben uns im Bus saß bis Douala Cathrine, die auf dem Weg zum Flughafen war, um nach Deutschland zurückzufliegen, ein ziemlicher Zufall aber auch noch mal sehr schön.
Die Fahrt war dann wirklich der Hammer. Der Bus war für kamerunische Verhältnisse richtig gut mit viel Platz, ich hatte dazu noch einen Fensterplatz und konnte die faszinierende Landschaft und vor allem die Veränderung der Landschaft von Gebirge zu Flachland und Küste die ganze Fahrt über genießen. Nachdem wir das Gebirge über Serpentinen verlassen und die letzten Wasserfälle hinter uns gelassen hatten, passierten wir im Flachland Riesenplantagen, von Bananen über Papajas und Kautschukbäumen bishin zu Kokosnüssen war alles dabei, bevor wir in Douala Cathrine dann wirklich verabschieden mussten. Kurz vor Buea mussten wir dann aussteigen, weil der Bus weiter nach Limbe fahren sollte und wir einen anderen nehmen sollten, den es aber leider gerade nicht gab. Getreu dem Namen unserer Reiseagentur (Garantie – Express) kamen wir dann doch nach insgesamt 8 Stunden Fahrt (für 350 Kilometer) mit dem Taxi in Buea an, wo wir von Jannik und Nico, der schon früher aus Bafoussam angekommen war, abgeholt wurden. In Janniks und Leas Wohnung waren wir dann fast alle wieder beisammen, die zusammen nach Kamerun gekommen waren. Nur Hannah und Moni wurden schmerzlichst vermisst, aber in 6 Wochen werden wir wirklich alle zusammen Weihnachten und Silvester zusammen verbringen können. Nach ein paar Bier in ner Bar um die Ecke ließen wir den Abend damit ausklingen um Samstagmorgen möglichst früh nach Limbé an den Strand aufbrechen zu können. Nach 30minütiger Taxifahrt kamen wir dann auch am Etisah Beach an, der alle, die ihn noch nicht vorher kannten, erstmal in Staunen versetzte. Einfach wunderschön natürlicher Strand mit schwarzem Sand und Palmen, was will man mehr? Auch das Meer war herrlich, zwar nicht wirklich erfrischend, weil ziemlich warm, aber nach 4 Monaten wieder im atlantischen Ozean schwimmen tat schon sehr sehr gut. Ansonsten entspannten wir am Strand und konnten ein wenig die Gespräche nachholen, die wir 6 Wochen lang höchstens über Telefon führen konnten.
Okay gleich schreib ich weiter, gibt jetzt ne kleine Pause auf dem Weg....
So etwas gestärkt und weiter geht’s..
Nach dem Strand an dem wir ca. 7 Stunden verbrachten, fuhren wir nach Limbé rein um im botanischen Garten essen zu gehen. Bisher war ich hier in keinem teureren Restaurant , das war schon ganz schöner Luxus, aber das muss man sich ja auch mal gönnen, vor allem weil der ganze Abend noch sehr luxuriös werden sollte. Nach dem Essen gings zu Janna und Gene, ihrer ziemlich netten amerikanischen Mitbewohnerin, um sich für den Nachtclub fertig zu machen, in dem wir dann später Nicos Geburtstag feiern konnten. Um Punkt Zwölf waren wir noch in der Bar vor dem Nachtclub und die Band spielte Happy Birthday, was ziemlich schön war. Naja die Nacht entwickelte sich dann sehr lustig und eben etwas lange, sodass wir Nicos Geburtstagsfrühstück am Sonntag erst um Zwölf abhalten konnten und sehr spät an den Strand kamen, aber besser spät als nie.
Obwohl auch der Sonntag sehr sehr schön war wurde uns natürlich allen bewusst dass wir am nächsten Tag wieder für sechs Wochen getrennt sein würden (zumindestens die Leute aus Buea und Limbe), was schon sehr schade ist. Andererseits wurde mir über das Wochenende nochmal bewusster, wie wichtig es ist dass die anderen hier sind und dass wir die Möglichkeit haben uns so relativ oft zu sehen. Es ist gut jemanden hier zu kennen, der das gleiche durchmacht und der einen hundertprozentig verstehen kann, wenns mal schwere Zeiten gibt.
Mit dem Wissen fahr ich jetzt auch gerade zusammen mit Katharina und Nico aus Bafoussam und Lea zurück. Bin mal gespannt wie die Woche wird, vor allem der Unterricht beschäftigt mich. Das Wochenende ist wieder durchgeplant weil endlich Katharina, Moni und Hannah uns hier in Bamenda besuchen kommen. Eine weitere kleine Nachricht gibt’s dann wieder nächste Woche. Hoffe ihr haltet die Ohren steif!
Die besten Grüße aus Bamenda, Niels

Mittwoch, 5. November 2008

Mal wieder Bilder


Neues Heim von Nji in der Uni


Fruehstueck im deutsch walisischen Haushalt (links ist Alex und rechts Charmaine)



Charmain (neue Mitbewohnerin) und ich vor Bamenda


Neue Haare und Ndole(Gemuesezeugs) mit CocoJams (was Kartoffelartiges)zum Fruehstueck=)


Catie und ich vor dem Wasserfall und vor dem Friseur


Wasserfall (fast) direkt in der Stadt






















Samstag, 1. November 2008

Von Wasserfaellen, netten Franzosen und zwei Briten

Hey Ihr!

Also die fuenfte Woche in Bamenda brachte eine grosse neuigkeit : seit Donnerstag wohne ich mit zwei britischen Freiwilligen zusammen, die auch in meiner Organisation arbeiten und die jetzt fuer zwei monate mit mir wohnen werden, was ich ziemlich, ziemlich gut finde nach den ganzen problemen um das alleinewohnen…

Ansonsten war die Woche nicht ganz so spannend, langsam wird alles ein wenig alltag. Am Sonntag wr ich noch mit Catie, meiner “Cousine” im gebiet um bamenda herum wandern, unter anderem zu einem richtig schoenen wasserfall der fast direkt in der stadt liegt und ein richtig gutter ort ist um mal zu entspannen unter der woche. Die arbeit war vor allem auf die vorbereitungen auf den unterricht in den grundschulen, der naechste woche beginnt,konzentriert. Hab mit Yvonne module erstellt und durchgesprochen, die wir dann im unterricht mit den kindern durchnehmen. Hatte dann auch das erste mal einen kulturcrash in der arbeit, als wir das modul zur praevention von teenage pregnancy durchgesprochen haben was ich erstellt habe und was sich hauptsaechlich eben auf die arten der verhuetung konzentriert hat, was Yvonne nicht wirklich recht war. Haben dann lange diskutiert ob es gut is nur abstinenz als praeventionsmoeglichkeit zu unterrichten, was ich persoenlich nicht wirklich sinnvoll finde, aber Yvonne meinte wir koennten die kinder nicht indirect dazu verleiten vor der ehe sex zu haben, zumindestens hat sie angst dass die eltern sich beschweren wuerden, was ich mir muss ich sagen auch gut vorstellen kann. Trotzdem hatten wir eine lange discussion weil ich es ziemlich schwierig finde zu verkraften dass wir nur abstinenz unterrichten und die kindern aber in den naechsten jahren wenn sie etwas aelter sind nicht aufgeklaert werden ueber verhuetungsmittel die ja schon die realistischere praevention sind meiner meinung nach, naja irgendwie muss ich das jetzt erstmal schlucken, vielleicht finden wir ja nen kompromiss…das war so der kulturschock diese woche, der sich eh ein wenig bemerkbar macht im moment. Manchmal sind meine nerven einfach ziemlich ueberreizt wenn ich durch die stadt lauf und ueberall einfach auf neues stosse und die ganzen neuen eindruecke zu verarbeiten is schon nicht so leicht.

Am Dienstag waren dann noch Sonja und aline vom ded da und haben lea und mich besucht. Konnten viele sachen besprechen und hatten abends dann noch zusammen dinner in nem guten restaurant in dem bundesliga im fernsehen life, ich glaub leverkusen – Bremen. Is ganz lustig dass im kamerunischen restaurant zu sehn und auch ganz schoen ein bisschen heimatzu augen zu bekommen (auch wenn ein fussballstadion jetzt auch nich der hammer is). Ham zum dinner dann noch sabine eine entwicklungshelferin in bafoussam und ihren franzoesischen freund getroffen die beide sehr nett waren, hab mich mit Pierre ziemlich gut verstanden und wenn ich irgendwann in paris bin wo er wohnt und arbeitet werd ich ihn auf jeden besuchen..

Ansonsten jo hatte ich immer mal meine hoehen und tiefen wie immer eigentlich, aber im grossen und ganzen wirds jetzt immer einfacher, auch weil jetzt die briten da sind und ich mit ihnen meine wohnung ziemlich ausbauen werden, mit drei schraenken, nem neuen fussboden, regalen und nem schreibtisch..wird dann alles ein wenig haeuslicher..

Heut werd ich noch nji mit Gerald in der uni besuchen und auch bei ihm uebernachten bevor Gerald und ich dann hoffentlich morgen nahc bafut, ein kleines dorf hire in der naehe mit alten palaesten und sehenswuerdigkeiten, also so richtig touristenstyle, fahren werden. Naechstes wochenende gehts dann endlich nach buea am fuss von mount Cameroon (4500 meter hoch) und von dort Samstags nach limbe an den schwarzen strand (vulkansand). Werd mit Gerald, lea, nico und katharina fahren und in buea zwei kamerunische freunde und lea und jannik treffen die auch mit dem ded hier sind und die ich dann auch 6 wochen nich gesehen hab. In limbe treffen wir dann janna und geniessen hoffentlich sonnenschein und strand=) (um euch ein wenig neidisch zu machen). Naja gut soviel zu der woche, achja im radio war ich vor 2 stunden auch wieder und hab ueber das freiwilligendasein in kamerun geredet, war wieder ne richtig gute erfahrung, das radio macht echt spass!

So hoffe euch gehts allen gut wo auch immer ihr alle seid und dann gibts mal wieder neuigkeiten wahrscheinlich aus limbe naechste woche!=)

Alles beste, niels aus bamenda